Baerbock: Auslaufen des Getreide-Schiffs 'kleine Geste der Humanität'

NEW YORK (dpa-AFX) - Bundesaußenministerin Annalena Baerbock hat das Auslaufen des ersten Getreide-Schiffs aus dem Hafen von Odessa seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine begrüßt. Die unter Vermittlung der Vereinten Nationen und der Türkei getroffene Vereinbarung darüber habe gezeigt, "dass sich auch in diesen brutalen Zeiten kleine Gesten der Humanität ermöglichen lassen", sagte Baerbock am Montag in New York.

"Es ist jetzt wichtig, dass dieser erste Getreideexport sicher auch weiter durch das Gewässer fahren kann." Sie fügte hinzu: "Wir haben auch gesehen, dass einen Tag nach Unterzeichnung des Getreide-Abkommens das russische Regime Odessa bombardiert hat. Deswegen ist in diesen Zeiten nichts gewiss." Es sei aber wichtig, alles zu versuchen, das Getreide aus der Ukraine herauszubekommen, sagte die Grünen-Politikerin. "Die Welt braucht dieses Getreide, denn dieser Krieg wird eben auch als Korn-Krieg geführt."

Die Kriegsgegner Ukraine und Russland hatten am 22. Juli unter Vermittlung der Vereinten Nationen jeweils getrennt mit der Türkei ein Abkommen in Istanbul unterzeichnet, um von drei Häfen aus Getreideausfuhren aus der Ukraine zu ermöglichen. Von der Vorjahresernte warten ukrainischen Angaben zufolge noch über 20 Millionen Tonnen Getreide auf die Ausfuhr. Die Ukraine zählte vor dem russischen Angriffskrieg zu den wichtigsten Getreide-Exporteuren der Welt. Für sie geht es um Milliardeneinnahmen.

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