Nach Badeunfall in Rodenkirchen: Stadt Köln informiert Flüchtlinge über Gefahren

Der 16-Jährige, der immer noch vermisst wird, konnte nicht schwimmen.

Der 16 Jahre alte Junge, der am Montagnachmittag im Rhein versunken ist, bleibt vermisst. Um 17.20 Uhr war der Flüchtling aus Guinea in Badehose auf Höhe des Rheinkilometers 682 in Rodenkirchen ins Wasser gestiegen. Schnell wurde er offenbar von der Flussströmung mitgezogen, Zeugen zufolge soll er gewunken und auf seine Notlage aufmerksam gemacht haben.

Sein 17-jähriger Freund, ebenfalls Flüchtling aus Guinea, sah ihn rund 20 Meter weiter untergehen und nicht mehr auftauchen. Trotz unmittelbar eingeleiteter Suchmaßnahmen durch Feuerwehr und Polizei, bei der Taucher und Hubschrauber eingesetzt wurden, blieb er verschwunden.

Piktogramme am Ufer

Nach Auskunft des 17-Jährigen konnte der Vermisste, der seit einem halben Jahr in Deutschland lebte, nicht schwimmen. „Die Frage ist, ob es ihm geholfen hätte, wenn er hätte schwimmen können“, sagt ein Polizeisprecher. Jedes Jahr ist es das gleiche Schema: Die Temperaturen steigen an, Leichtsinnige wollen sich bei einem Bad im Rhein abkühlen, unterschätzen die Strömung und treiben ab. Regelmäßig enden die Schwimmausflüge tödlich, nicht nur für Nichtschwimmer.

Bereits in der Vergangenheit sind Flüchtlinge immer wieder explizit auf die Gefahr des Schwimmens im Rhein hingewiesen worden. Auch am Dienstag, nach dem neuerlichen Unglück, hat das für die Heime zuständige Wohnungsamt die Heimleiter aufgefordert, mit einer persönlichen Ansprache oder Aushängen die Flüchtlinge zu informieren und ihnen vom Schwimmen dringend abzuraten. 

Einen klar sichtbaren Aushang mit Warnungen soll es auch in dem Rodenkirchener Wohnheim gegeben haben, in dem der 16-Jährige untergebracht war. Zudem sind schon vor einiger Zeit Flyer mit Warnhinweisen in Auftrag gegeben worden. Hinzu kommen fast alle Hundert Meter Schilder mit für alle verständlichen Piktogrammen direkt am Ufer....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta