Bach begrüßt Veröffentlichung des Garcia-Reports: "Jeder kann sich ein Bild machen"

SID
Bach begrüßt Veröffentlichung des Garcia-Reports: "Jeder kann sich ein Bild machen"

IOC-Präsident Thomas Bach hat die Veröffentlichung des Garcia-Reports durch den Fußball-Weltverband FIFA begrüßt. "Das ist absolut richtig, dass dieser Bericht veröffentlicht worden ist. Jetzt kann sich jeder ein Bild machen. Ich hoffe, dass die Fragen, die offengeblieben sind, geklärt werden. Der Bericht ist ja einige Jahre alt", sagte Bach in Berlin.
Bach appellierte aber auch an die Öffentlichkeit, nicht zu allgemeinen Verurteilungen gegenüber den großen Sportverbänden zu kommen, "sondern, dass jeder einordnet, wo, in welchem Zusammenhang und zu welchen Zeitpunkt was passiert ist", betonte der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Man müsse auch zur Kenntnis nehmen, so Bach, dass die FIFA "dieses Mal Schritte unternommen hat".
Die jüngsten Veröffentlichungen zum Doping im russischen Fußball, wonach es dort im Fußball in Sachen Doping ein eigenes Vertuschungssystem gegeben habe, kamen für Bach nicht überraschend. 
"Das ist ein Zeichen der Arbeit, die die internationalen Verbände, und nicht nur die FIFA, jetzt zu leisten haben. Das ist die Aufarbeitung des McLaren-Berichts, für den die internationalen Verbände zuständig sind, während das IOC für die Vorkommnisse in Sotschi bei den Olympischen Winterspielen 2014 verantwortlich ist", sagte Bach.
Der kanadische Sonderermittler Richard McLaren hat festgestellt, dass in Russland in der Zeit von 2011 bis 2015 rund 1000 Athleten vom russischen Dopingsystem profitiert hatten. Zuletzt hatte McLaren mit seiner Behauptung für Wirbel gesorgt, wonach 155 verdächtige Doping-Proben von russischen Fußballspielern zur Untersuchung bei der FIFA lagern.