"Babylon Berlin"-Star Volker Bruch: Diese Serien schaut er privat

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Volker Bruch spielt in "Babylon Berlin" die Hauptrolle. Auch privat schaltet er bei Serien gerne ein, wie er im Interview verrät.

Am 13. Oktober geht es los: Das bisher teuerste deutsche Serienprojekt "Babylon Berlin" startet auf Sky. Immer freitags um 20:15 Uhr werden die 16 Episoden in Doppelfolgen gezeigt. Sie basieren auf dem Roman "Der nasse Fisch" von Volker Kutscher (54), dem ersten Buch aus seiner Gereon-Rath-Reihe. Die Hauptrolle hat Volker Bruch (37, "Unsere Mütter, unsere Väter") übernommen, er spielt Kommissar Gereon Rath. Mit der Nachrichtenagentur spot on news hat der Schauspieler über seine Rolle gesprochen und welche Hit-Serien er selbst zuletzt angesehen hat.

Herr Bruch, wie würden Sie Ihre Figur Gereon Rath in wenigen Sätzen beschreiben?

Volker Bruch: Er ist ein junger Kommissar aus Köln, den seine Ermittlungen nach Berlin führen. Wir lernen mit ihm die Stadt kennen, die ihn fasziniert und von der er nach und nach verschluckt wird.

Das klingt geheimnisvoll. Hat Sie das an der Rolle gereizt?

Volker Bruch: Durchaus. Man weiß am Anfang nicht wahnsinnig viel. Erst nach und nach erfährt man etwas über Gereon Rath und seine Motivation. Es ist nur in einer Serie möglich, etwas so fein und langsam zu erzählen. Es ist etwas Besonderes, dass man sich mit der Entwicklung einer Figur so viel Zeit lassen kann.

Es ist gar nicht so leicht, zu beschreiben, worum es in "Babylon Berlin" eigentlich geht.

Volker Bruch: Das ist doch gerade gut. Das zeichnet 'Babylon Berlin' aus. Eine Geschichte, die man in drei Sätzen erzählen kann, sollte keine 12 Stunden lang dauern.

Durch die Bücher von Volker Kutscher gibt es jede Menge Material zu Gereon Rath. Ist das für Sie als Schauspieler einfacher oder kann das hinderlich sein?

Volker Bruch: Man weiß nie, welche Fäden am Ende zusammenlaufen. In diesem Fall hatte ich die Bücher zuvor gelesen. Ich habe alle sechs Romane regelrecht verschlungen und danach erst die Drehbücher gelesen. Es gibt ganze Erzählstränge, die in den Romanen nicht vorkommen und die Geschichte unglaublich bereichert haben. Die Figur ist dann natürlich nur noch in den Drehbüchern zu Hause.

Sind Sie ein Bücherwurm?

Volker Bruch: Ich lese sehr gerne. Bei mir sind das aber eher Phasen. Ich habe welche, in denen ich Bücher verschlinge und dann welche, in denen ich mehr glotze.

Was haben Sie sich zuletzt in der Glotze angesehen?

Volker Bruch: Ich habe gerne die neue Staffel 'Game of Thrones' gesehen. 'Big Little Lies' mit Reese Witherspoon und Nicole Kidman habe ich geschaut, das ist unglaublich. Das war eines meiner Highlights in letzter Zeit. Und ich habe 'Hindafing' angesehen, auch empfehlenswert, eine BR-Produktion mit Maximilian Brückner.

Würden Sie sich als Serien-Junkie bezeichnen?

Volker Bruch: Wenn mich eine Serie fesselt, klar.

Haben Sie ein Problem damit, sich selbst auf dem Bildschirm oder der Leinwand zu sehen?

Volker Bruch: Das kommt ganz auf das Produkt an. Wenn die Geschichte im Vordergrund steht und spannend ist, dann geht das sehr gut. Wenn nicht, dann weiß man nicht, wo man hinschauen soll. Dann sieht man nur die Fehler.

Foto(s): Frédéric Batier / X Filme 2017