Baby-Känguru überlebt im Beutel des getöteten Muttertiers

Das kleine, gerettete Tier, gehüllt in eine Decke. (Bild: Laura Dale/Caters News)

Es klingt unglaublich: Im Westen Australiens wurde eine Känguru-Mutter brutal niedergeschossen und liegen gelassen. Doch die traurige Story hat ein Happy End.

Der Vorfall ereignete sich bereits im Juli, wurde aber erst jetzt publik. Aufgrund der Überbevölkerung legitimiert die australische Regierung jedes Jahr die Tötung von Millionen Kängurus. So ereilte auch diese Känguru-Mutter ihr brutales Schicksal. Nachdem das Weibchen erschossen wurde, war ihr Jungtier plötzlich auf sich allein gestellt. Es versteckte sich im Beutel der toten Mutter.

Glück im Unglück: Einen Tag später kam ein Pärchen an den Ort des Grauens, entdeckte das Baby und brachte es in das Northern Valleys Wildlife Center. Kontroverse Diskussionen zwischen Tierschützern und Farmern gibt es schon lange. „Es ist nicht ungewöhnlich, dass Menschen Jagd auf Kängurus machen. Sie sehen die Tiere als Plage, die Jagd ist wie eine Art Sport“, berichtet Wildlife-Center-Mitarbeiterin Sonia Cooke in einem Gespräch mit „Perth Now“.

Dem Baby-Känguru Dune geht es inzwischen viel besser. (Bild: Laura Dale/Caters News)

Der Zustand des felligen Findelkindes war kritisch: Das Tier wog gerade einmal 700 Gramm, zudem waren viele seiner Knochen gebrochen. Laut Cooke wird das liebevoll Dune genannte Kängurubaby nun aufgepäppelt und großgezogen. Mit Erfolg: Dune bringt inzwischen gesunde 1,8 Kilogramm auf die Waage. In zwei Jahren kann Dune dann wieder in die Wildnis entlassen werden.