"B9"-Staaten fordern mehr Schutz und: NATO soll Russland klar als Bedrohung benennen

Bei einem Gipfeltreffen in Rumäniens Hauptstadt Bukarest haben sich die neun östlichen NATO-Staaten dafür ausgesprochen, dass das Militärbündnis in seinem neuen strategischen Konzept Russland klar als Bedrohung benennt.

Die Mitglieder sogenannten "Bukarest 9" Gruppe forderten die NATO zudem dazu auf, die Kampfgruppen im Osten des Bündnisgebiets zu verstärken.

Rumäniens Staatspräsident Klaus Iohannis sagte: "Das Ergebnis, das wir anstreben, ist eine konsolidierte, geeinte, kohärente, robuste und nachhaltige NATO-Präsenz an der Ostflanke, insbesondere am Schwarzen Meer, das den russischen Bedrohungen am meisten ausgesetzt ist."

Die neun östlichen NATO-Staaten begrüßten außerdem den geplanten NATO-Beitritt Schwedens und Finnlands. Dies würde die Abschreckungswirkung sowie die Ostflanke der Allianz stärken, wie per polnische Präsident Andrzej Duda betonte. Man wolle eine Ausdehnung der Präsenz über Länder wie Bulgarien, Ungarn und die Slowakei hinaus.

Die osteuropäischen NATO-Länder haben sich zum Format "Bukarest 9" zusammengeschlossen, um gegenüber den größeren westlichen NATO-Staaten mit einer Stimme zu sprechen.

Zu den "B9"-Ländern gehören Polen, Rumänien, Bulgarien, Ungarn, Tschechien, die Slowakei und die drei baltischen Republiken.

Die NATO wird Ende Juni in Madrid ein Gipfeltreffen zu neuen strategischen Konzept abhalten, um ihre Werte zu bekräftigen und künftige Ziele festzulegen.

Schweden und Finnland hatten Mitte Mai die Aufnahme in das Verteidigungsbündnis beantragt. Die Türkei blockiert derzeit als einziges Nato-Mitglied öffentlich den Beginn des Aufnahmeprozesses der beiden Länder.

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