B2Gold: Gold-Highflyer auf der Überholspur

Markus Bußler
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Gold: 7 Fragen, 7 Antworten

 

Gold ist tot? So scheint es auf den ersten Blick. Der Goldpreis notiert zwar auf Jahressicht nach wie vor im Plus. Die vergangenen Monate waren für die Anleger aber eine reine Streckfolter gewesen. Doch es gibt Hoffnung: Zuletzt haben die Commercials an den Terminmärkten in einer geradezu atemberaubenden Geschwindigkeit ihre Netto-Short-Positionen abgebaut (siehe Rohstoffcheck Seite 86). Dazu kommt: Vor allem bei den Minen-Aktien haben wichtige Unterstützungen gehalten. Der Goldminen-ETF GDX zum Beispiel konnte die wichtige Marke von 21 Dollar verteidigen. Zudem hat die Vergangenheit gezeigt: Die größten Aufwärtsbewegungen bei Gold und Goldminen erwuchsen stets aus einem extrem negativen Sentiment.

 

B2Gold: Aufholpotenzial

Dieses negative Sentiment der vergangenen Wochen führte dazu, dass selbst sehr gute Nachrichten von Goldunternehmen nicht mehr honoriert wurden. Doch das eröffnet mutigen Anlegern Chancen. Der Goldproduzent B2Gold beispielsweise erklärte für seine Fekola-Mine in Mali die kommerzielle Produktion. Bislang hat man bereits 80.000 Unzen auf dem Projekt produziert und liegt damit 158 Prozent über dem, was man eigentlich vorgesehen hatte. Zudem hat man die Produktion deutlich vor dem Zeitplan erreicht – in der Minenbranche etwas, das man eher selten erlebt.

B2Gold hat daraufhin die konzernweite Produktionsprognose für das laufende Jahr noch einmal angehoben: 2017 sollen zwischen 580.000 und 625.000 Unzen Gold produziert werden, im kommenden Jahr soll dann die Produktion dank Fekola auf 925.000 bis 975.000 Unzen steigen. Der einstmals kleine Produzent kratzt also mittlerweile an der magischen Marke von einer Million Unzen. Die Kosten sollen im kommenden Jahr ebenfalls sinken. B2Gold geht davon aus, dass die Gesamtkosten einschließlich des Unterhalts der Minen auf rund 800 Dollar fallen werden.

Kommt eine weitere Übernahme?

Durch die Bank also gute Nachrichten von B2Gold. Die Aktie hat dennoch in den vergangenen Wochen kaum darauf reagiert. Doch als Gold ein erstes Lebenszeichen sendete, ist auch B2Gold angesprungen. Und das sollte erst der Anfang sein. Der Konzern war noch nie in seiner Geschichte so gut aufgestellt wie aktuell. Und das wird im Kurs noch nicht berücksichtigt.

Ein Gerücht hält sich beständig im Markt: Nachdem Fekola in Produktion ist, soll B2Gold Interesse an Sabina Gold & Silver haben. Und das belastet sicherlich aktuell ein wenig. Die Aktie ist kein Schnäppchen und ein Kauf dürfte für B2Gold-Aktionäre eine weitere Verwässerung bedeuten. Dennoch gilt: Das Papier ist auf dem aktuellen Niveau zu günstig.

 

Comeback winkt

Gold wird wieder einmal abgeschrieben. Doch Chart und COT-Daten signalisieren ein Comeback. Mit B2Gold setzen Anleger auf einen aufstrebenden Juniorproduzenten, der sich der magischen Produktion von einer Million Unzen Gold nähert.