Bürgermeister von Manhattan braucht nur eine Stimme, um Wahl zu gewinnen

Bürgermeister von Manhattan braucht nur eine Stimme, um Wahl zu gewinnen

Bevor die Wahl zum Bürgermeister von Manhattan überhaupt gelaufen ist, hat Glen Clements sie auch schon gewonnen. Er muss lediglich für sich selbst stimmen und wird damit offizieller Bürgermeister der Stadt. Wie kann das sein?

Grundlage für diesen verfrühten Wahlsieg ist die Tatsache, dass niemand außer Glen Clements den Posten als Bürgermeister von Manhattan haben wollte. Klingt merkwürdig, wird aber logischer, wenn man weiß, dass es sich nicht um das Manhattan in New York handelt, sondern um eine Kleinstadt im US-Bundesstaat Montana. Wie die Zeitung "Bozeman Daily Chronical" schreibt, sei Clements der einzige Kandidat, der sich offiziell aufstellen ließ.

Das Gesetz des Staates schreibt vor, dass die Kandidaten, die sich nachträglich für das Amt des Bürgermeisters auf die Wahlliste setzen lassen wollen, eine Absichtserklärung einreichen müssen. Erst danach werden sie von der Wahlbehörde auf den Stimmzettel gesetzt. Da sich niemand sonst die Mühe machte, um den offiziellen Weg zu gehen, und auch auf der regulären Wahlliste kein Konkurrent steht, ist Glen Clements der einzige Kandidat. Somit braucht er keine Mehrheit, sondern nur eine einzige Stimme, um zu gewinnen.

Glen Clements freut sich bereits auf seine Aufgaben als Bürgermeister. Geld spielt dabei aber keine Rolle. "Ich werde als Bürgermeister nicht reich, aber ich werde sicher ein paar graue Haare bekommen", so Clements. Und tatsächlich fällt die Bezahlung eher mau aus: 730 Dollar, umgerechnet 622 Euro, bekommt er pro Monat. Warum also die Mühe? Der frühere Navy-Soldat lebt seit sechs Jahren in Manhattan und ihm sei aufgefallen, dass es einige Punkte gäbe, um die sich die Stadt kümmern müsse, wie die Beseitigung von Straßenschäden, der bessere Einsatz von Schneepflügen und eine Verbesserung bei den Regenkanälen. Dafür wolle er sich nun einsetzen.