Bürogebäude als Bauernhöfe: Eine schwedische Firma will unsere Städte neu denken

Oliver Balch
Eine sogenannte Indoor Farm in Berlin. 
  • Das schwedische Unternehmen Plantagon betreibt Indoor-Farming
  • Es will als erstes seiner Art dabei auch wirtschaftlich profitabel ist sein

Mitten in Stockholm, im Keller eines 27-stöckigen Hochhauses, hofft Owe Pettersson, dass er Samen für eine Revolution sät.

Pettersson ist Geschäftsführer von Plantagon, einem Urban-Farming-Unternehmen, das im März seine erste Farm eröffnen wird.

“Es wird einer der modernsten städtischen Lebensmittelbetriebe auf der Welt”, sagt Pettersson. 

► Indoor-Farming boomt. Die Unternehmen auf der ganzen Welt haben dabei unterschiedliche Ziele. Nahrungsmittel in Kellern ohne Sonnenlicht wachsen lassen, Menschen, die in Wüstenregionen leben, mit ausreichend Essen versorgen oder die negativen Auswirkungen von Monokulturen auf die Umwelt umkehren.

Landwirtschaft, Technologie und Architektur

“Die Natur repariert sich selbst, wenn wir ihr eine Chance geben – und Indoor-Farming gibt ihr diese Chance”, sagt Dickson Despommier, Befürworter der Bewegung und Autor des Buches “The Vertical Farm”.

Auch Plantagons Ziele spiegeln diesen aufkeimenden Optimismus wider. Geschäftsführer Pettersson nennt seinen Ansatz “Agritechture”: Eine Kombination aus Landwirtschaft, Technologie und Architektur.

So will er die Art und Weise, wie wir leben und essen, revolutionieren. Und vor allem effizienter sein, als alle Urban-Farming-Unternehmen, die es bislang gibt.

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Statt in Erde, will Plantagon hochwertige Lebensmittel – vor allem Salate und Kräuter – in einer bimsartigen Substanz anbauen. Die Wassermenge wird präzise abgemessen. Auch aus der Luft wird Wasser gesammelt und zum Bewässern wiederverwertet – so soll kein Tropfen verschwendet werden.

Um in der konventionellen Landwirtschaft ein Kilogramm Lebensmittel zu produzieren werden zwischen 130 Liter (für Salat) und 3400 Liter (für...

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