Bürgermeister von Sandhausen nach Polizeieinsatz in Lokal rassistisch beschimpft

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Blaulicht (AFP/Ina FASSBENDER) (Ina FASSBENDER)

Die Inhaberin einer Gaststätte im baden-württembergischen Sandhausen soll den Bürgermeister der Gemeinde im Internet rassistisch beschimpft haben. Zuvor gab es in der Nacht zum Sonntag einen Polizeieinsatz in der Gaststätte, wie die Staatsanwaltschaft Heidelberg und die Polizei Mannheim am Montag mitteilten. Es habe der Verdacht bestanden, dass das Lokal nachts noch geöffnet gewesen sei, obwohl die Coronamaßnahmen dies derzeit verbieten.

Die Türen seien trotz "augenscheinlich laufenden Betriebs" verschlossen gewesen, weshalb die Feuerwehr sie geöffnet habe. In der Gaststätte hätten die Beamten dann neun Menschen angetroffen, hieß es weiter. Ob die Gäste sich an die sogenannte 2G-Plus-Regel gehalten hätten und die Wirtin dies überprüft habe, werde noch ermittelt.

Am Sonntagvormittag sei dann bekannt geworden, dass die Frau den Bürgermeister, dessen Eltern aus der Türkei stammen, in einem sozialen Netzwerk "fremdenfeindlich beschimpft und bedroht" haben soll. Außerdem habe sie offenbar den anm Einsatz beteiligten Polizeibeamten mit tätlichen Übergriffen gedroht.

Die Ermittlungsrichterin des Amtsgerichts Heidelberg ordnete laut Mitteilung daraufhin die Durchsuchung der Gaststätte und der Wohnung der Inhaberin an. Dabei seien Kommunikationsgeräte beschlagnahmt worden. Gegen die Inhaberin werde wegen des Anfangsverdachts der Volksverhetzung, der Bedrohung, der Verleumdung und der Beleidigung ermittelt.

smb/cfm

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