Bürger schenken dem Staat 64.000 Euro zur Schuldentilgung

Was sich wohl die wenigsten Menschen in Deutschland vorstellen können, haben im vergangenen Jahr 236 Bürger getan: Sie haben dem Staat freiwillig Geld geschenkt.

Deutschlands Finanzminister Christian Lindner.
Deutschlands Finanzminister Christian Lindner.

Insgesamt kamen dabei exakt 63 988,54 Euro zusammen, wie die Bundesregierung jetzt auf eine Kleine Anfrage der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag mitgeteilt hat.

Das Geld fließt auf ein sogenanntes Schuldentilgungskonto des Bundesfinanzministeriums und wird genau für diesen Zweck eingesetzt. Angesichts der Milliardenverschuldung des Staates - bedingt durch die Corona-Pandemie und durch den Ukraine-Konflikt - handelt es sich allerdings nur um den sprichwörtlichen Tropfen auf den heißen Stein. Die Spendenbereitschaft war auch schon mal wesentlich höher: 2018 flossen mehr als 600 000 Euro, also die zehnfache Summe, auf das Konto.

Höchster Zahlungseingang liegt bei 25.000 Euro

"Das Schuldentilgungskonto wurde auf vielfachen Wunsch von engagierten Bürgerinnen und Bürgern durch das Bundesministerium der Finanzen eingerichtet und steht für freiwillige Einzahlungen zur Verfügung", heißt es in der Antwort der Regierung. "Aus diesem Grund soll es auch in Zukunft in seiner derzeitigen Form fortgeführt werden."

Die Antwort listet auch für jeden Monat des vergangenen Jahres die fünf höchsten Zahlungseingänge auf dem bei der Deutschen Bundesbank geführten Konto auf. Sie reichen von 15 bis 25 000 Euro.

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