Hürdensprinter motzt: "Können nicht mal Miete zahlen"

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Buehler of Germany and Oliver from the US compete in the men's 110m hurdles semi-final during the 15th IAAF World Championships at the National Stadium in Beijing

Matthias Buehler of Germany and David Oliver from the U.S. compete in the men's 110m hurdles semi-final during the 15th IAAF World Championships at the National Stadium in Beijing, China August 27, 2015. REUTERS/Lucy Nicholson

Der deutsche Meister Matthias Bühler hat nach dem verpassten Finale über 110-m-Hürden bei der Leichtathletik-WM in London zu einem verbalen Rundumschlag ausgeholt.

"Es kann nicht sein, dass wir Sportler so wenig Unterstützung bekommen. Deutschland muss sich Gedanken machen, wenn bei der EM im kommenden Jahr in Berlin 80.000 Menschen einen Athleten anfeuern, der nicht einmal seine Miete bezahlen kann", wetterte der 30-Jährige im ZDF gegen die Sportförderung in Deutschland: "Es kann einfach nicht sein, dass wir so schlecht gefördert werden. Das geht nicht."

Der 29-Jährige wurde in seinem Halbfinallauf in schwachen 13,79 Sekunden Letzter. Den Vorlauf am Nachmittag hatte er nach 13,52 Sekunden als Sechster seines Rennens dank der Zeitregel überstanden. Bühlers Bestleistung liegt bei 13,34 Sekunden (Der Medaillenspiegel).

Bühler: "War kein schöner Lauf"

"Das war kein schöner Lauf. Ich habe ihn von Anfang an nicht gut erwischt und bin natürlich nicht zufrieden", äußerte Bühler aber durchaus auch Selbstkritik.

Im Endlauf um die Medaillen am Montag (22.30 Uhr im LIVETICKER) treffen wie erwartet Olympiasieger Omar McLeod (13,10/Jamaika), Weltrekordler Aries Merritt (12,25/USA), der sich 2015 einer Nierentransplantation unterziehen musste, und Titelverteidiger Sergej Schubenkow (13,22) aufeinander.

Der Russe ist nach dem Ausschluss seiner Mannschaft wegen systematischen Dopingbetrugs als neutraler Athlet am Start.