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Börsenstress voraus, sagt BofA-Stratege, der 2022 richtig lag

(Bloomberg) -- Drei Jahre in Folge haben Anleger immer neue Gelder in den Aktienmarkt gepumpt. Dieser Zustrom ebbt laut Bank of America Corp. nun ab.

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Stratege Michael Hartnett verwies in einer am Freitag vorgelegten Analyse auf Datenbelege dafür, dass Anleger von den Börsen sowohl in Geldmarktfonds als auch in Anleihen umschichten.

Vom Aktienmarkt wurden in der Woche bis 24. Mai laut Daten von EPFR Global 3,9 Milliarden Dollar (3,6 Milliarden Euro) abgezogen. Mit dem dritten Wochenabfluss in Folge wurde der gesamte Zufluss, den es im bisherigen Jahresverlauf im Anlagesegment gab, aufgezehrt.

In Geldmarktfonds haben Anleger in diesem Jahr bisher rund 756 Milliarden Dollar gesteckt, so viel Geld wie seit 2020 nicht mehr. BofA-Stratege Hartnett rechnet für Ende Juni “mit einer weiteren Welle der Risikoscheu”, da die Effekte der bisherigen geldpolitischen Straffung der US-Notenbank zunehmend auf die Wirtschaft durchschlagen.

In den ersten vier Monaten des Jahres hatte das US-Börsenbarometer S&P 500 mehr als 8% zugelegt. Im Mai kam die Rally ins Stocken angesichts der Sorge vor einem Zahlungsausfall der USA und einer Rezession.

In den letzten drei Jahren verzeichneten Aktienfonds Zuflüsse von 175 Milliarden Dollar, 949 Milliarden Dollar beziehungsweise 182 Milliarden Dollar, wie BofA anmerkt.

Hartnett hat den Aktieneinbruch im letzten Jahr richtig vorausgesagt. Er hat empfohlen, den S&P 500 bei 4.200 Punkten zu verkaufen - etwa 1% über dem Schlusskurs des Index am Donnerstag.

Überschrift des Artikels im Original:BofA’s Hartnett Sees Equity Stress as 2023 Flows Turn Flat (1)

--Mit Hilfe von Michael Msika.

©2023 Bloomberg L.P.