Azubis im Osten verdienen oft deutlich weniger Regionale Unterschiede

Düsseldorf (dpa/tmn) - Im Westen bekommen Azubis teils deutlich mehr Geld als ihre Kollegen im Osten. Das geht aus einer Untersuchung tarifgebundener Ausbildungsvergütungen durch das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung hervor.

Am größten sind die regionalen Unterschiede demnach im Kfz-Handwerk: In Baden-Württemberg gibt es dort im dritten Lehrjahr zum Beispiel 929 Euro pro Monat, in Brandenburg nur 630.

Auch im ersten Lehrjahr haben Azubis je nach Bundesland schon unterschiedlich viel Geld in der Tasche. So zahlt das Hotel- und Gaststättengewerbe in Bayern zum Beispiel 755 Euro, in Sachsen nur 600 Euro. Und in der Textilindustrie sind es 865 Euro in Baden-Württemberg, aber nur 745 Euro im Osten. Nach Angaben der Forscher gibt es aber nicht nur ein Ost-West-, sondern auch ein Nord-Süd-Gefälle.

Keine regionalen Unterschiede gibt es nur in Branchen, die eine bundesweit einheitliche Regelung für Ausbildungsvergütungen haben. Dazu zählen zum Beispiel die Druckindustrie sowie Banken und Versicherungen. In anderen Berufen gibt es gar keine tariflichen Regelungen - und damit von Betrieb zu Betrieb unterschiedlich hohe Vergütungen.