AZ-Interview - Umweltministerin Scharf: "Dieselverbote? Lehnen wir ab"

Ralf Müller

Die Luftverschmutzung ist in München ein großes Problem. Umweltministerin Ulrike Scharf erklärt ihre Position zur Luftverschmutzung.

München - Die Staatsregierung hat über Dieselverbote diskutiert – und positioniert sich klar dagegen. Sie setzt auf andere Konzepte und Nachrüstung bei Autos. OB Dieter Reiter (SPD) erklärte, er hoffe, dass es solche technischen Lösungen tatsächlich gibt und die Kosten dafür nicht von den Dieselfahrern bezahlt werden müssten. Umweltministerin Ulrike Scharf (CSU) erklärt im AZ-Interview die Sicht der Staatsregierung.

AZ: Frau Scharf, hat die Politik zu lange Zeit geschlafen und die Augen vor dem Problem und den Manipulationen der Autoindustrie verschlossen? ULRIKE SCHARF: Zuerst einmal: Die Luftqualität in Bayern ist überwiegend gut. Das belegen die Ergebnisse unserer 54 Messstationen in Bayern. Seit 2012 werden an allen bayerischen Messstationen die Feinstaub-Grenzwerte eingehalten und der Stundenhöchstwert für Stickstoffdioxid seit 2016. Damit das so bleibt, gibt es in vielen bayerischen Städten Luftreinhaltepläne, die bei Bedarf fortgeschrieben werden. Für München wurde erst im Dezember 2015 die sechste Fortschreibung umgesetzt.
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