AZ-Interview mit Saki Stimoniaris - Präsident? "Wenn 1860 mich braucht, bin ich da"

Matthias Eicher

Saki Stimoniaris kandidiert für den Verwaltungsrat und fordert: "Sechzig muss so schnell wie möglich zurück in den Profifußball." Doch der Betriebsrat von MAN kann sich auch ein anderes Amt vorstellen.

München - Der Boss des MAN-Betriebsrats, Saki Stimoniaris, kandidiert für einen Sitz im 1860-Verwaltungsrat. Die AZ hat den 46-Jährigen befragt.

AZ: Herr Stimoniaris, wie schmerzhaft ist es, die Löwen nach dem doppelten Abstieg in der Regionalliga zu sehen? SAKI STIMONIARIS: Traurig ist es. Sehr traurig. Jeder Sechzger hat sich geärgert, aber jetzt muss man nach vorne schauen. Die Realität heißt momentan Regionalliga Bayern. Es muss klar sein: Sechzig muss so schnell wie möglich zurück in den Profifußball. In meinen Augen kann es nur besser werden, tiefer können wir nicht fallen.

Bleibt abzuwarten, denn selbst die Gefahr einer Insolvenz noch nicht gebannt, da Investor Hasan Ismaik der Stundung seiner Darlehen noch nicht zugestimmt hat. Das müssen die Gesellschafter klären. Ich kann nur sagen: Setzt euch endlich an einen Tisch! Es geht nur um 1860, nicht um persönliche Eitelkeiten. Für mich gilt dabei das Sprichwort: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Bei uns Sechzgern stirbt sie nie. Und darum hoffe ich weiter, dass es rechtzeitig eine Lösung gibt.

Sie haben kürzlich bereits erklärt, man müsse mit Lagerdenken aufhören. Ja richtig, weg damit. Ich hoffe, dass wir in die Mitgliederversammlung gehen und diskutieren. Über alles – und wenn dabei die Köpfe rauchen. Aber dann müssen wir geschlossen daraus hervorgehen und sagen: Jawohl, das ist der Weg.

Sie stehen bei besagter Versammlung am 23. Juli als Verwaltungsrat zur Wahl. Ich bin Mitglied in mehreren Aufsichtsräten, und meine Erfahrung daraus möchte ich einbringen.
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