AZ-Interview mit Robert Kopp - G20-Krawalle: "München hätte es genauso treffen können"

Nina Job

Der G7-Gipfel im bayerischen Elmau lieferte vor zwei Jahren idyllische Postkarten-Fotos, beim G20-Gipfel gabs dagegen bürgerkriegsähnliche Zustände - Polizeipräsident Robert Kopp über Einsatz-Taktik.

Der Polizeichef von Oberbayern Süd war 2015 Vize-Einsatzleiter beim G7-Gipfel in Elmau.

Herr Kopp, Sie haben in München acht Jahre lang alle Großeinsätze geleitet. 2015 waren Sie Vize-Einsatzleiter beim G7-Gipfel. Was ist Ihnen durch den Kopf gegangen, als Sie die Bilder aus Hamburg sahen? Es ist erschreckend. Wir haben hier eine Eskalation von Gewalt von Autonomen und Linken, die wir bisher nicht gekannt haben. Das waren Kriminelle, die auf Leib und Leben von Menschen keine Rücksicht genommen haben. Ich hoffe, dass sehr viele von denen noch nachträglich ermittelt werden.

Sind solche Gewaltexplosionen auch in München denkbar? Klare Antwort: Ja. München oder Berlin hätte es theoretisch genauso treffen können. Jeder Einsatz birgt Unbekanntes und Risiken. Auch bei noch so guter Vorbereitung können Ereignisse eintreten, die nicht im Voraus planbar sind. In Hamburg waren Kriminelle unterwegs, die es nur darauf angelegt haben, schwere Straftaten zu begehen.
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