AZ fragt Sportjurist - Ismaik-Rauswurf? - "1860 hat ganz schlechte Karten"

Matthias Eicher

Der TSV 1860 will seinen Investor loswerden. Der Sportjurist Michael Lehner bewertet den Fall Ismaik – und sieht den Löwen-Investor klar im Vorteil.

München - Der TSV 1860 und Hasan Ismaik – echte Liebe ist das nicht. Schon der Einstieg des Investors im Jahre 2011 war umstritten, in den folgenden sechs Jahren lag man regelmäßig miteinander im Clinch. Bald streitet man womöglich vor Gericht über die Scheidung. "Den Eigenernährer vor die Tür setzen? Das könnte schwierig werden", sagt Dr. Michael Lehner der AZ. Nach dem Antrag von Ulla Hoppen auf Beendigung des Kooperationsvertrags erklärt der auf Sportrecht spezialisierte Anwalt: "In einem Rechtsstreit hat 1860 ganz schlechte Karten, Ismaik loszuwerden."

Der Grund: "Selbst wenn der Kooperationsvertrag gekündigt wird, bleibt er mit 60 Prozent der Anteile Hauptgesellschafter der ausgegliederten Fußballfirma." Einen etwaigen Anteilsentzug könne es nur bei "sehr schweren Verfehlungen" geben, was Lehner als "sehr unwahrscheinlich" bezeichnet – und übrigens selbst dann nicht "für lau", sondern "für einen Gegenwert, der den Marktwert der Anteile widerspiegeln müsste." Der ist durch den doppelten Abstieg allerdings stark gesunken.
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