Axel Springer wächst dank Digitalgeschäft kräftig

Axel Springer hat Umsatz und Gewinn kräftig gesteigert. Vor allem das Digitalgeschäft sorgt für Wachstum – die Blitzanalyse.


Die Axel Springer SE hat die Jahresbilanz für 2017 veröffentlicht. Die wichtigsten Fakten:

  • Das bereinigte Ergebnis (Ebitda) stieg im vergangenen Jahr um 8,5 Prozent auf 645,8 Millionen Euro.
  • Der Konzern erzielte 3,6 Milliarden Euro Umsatz, 8,3 Prozent mehr als im Vorjahr.
  • Die Dividende soll auf um 10 Cent auf 2 Euro steigen.
  • Der Konzernüberschuss sank auf 378 Millionen Euro, im Vorjahr lag er bei 450 Millionen Euro.

Das fällt positiv auf

Digitalisierung: Der Medienkonzern setzt weiter auf eine konsequente Digitalisierungsstrategie. Die digitalen Geschäftsmodelle trugen 2017 gut 71 Prozent zum Umsatz bei (Vorjahr: 67 Prozent) und 80 Prozent zum Gewinn (Vorjahr: 73 Prozent). Der Anteil der digitalen Werbeerlöse kletterte auf 87 Prozent (Vorjahr: 85 Prozent). Insgesamt erzielten die digitalen Aktivitäten einen Umsatzzuwachs von 12,5 Prozent – und sind damit nach wie vor der Wachstumsmotor von Axel Springer. Vor allem das Segment „Classifieds Media“, in dem die digitalen Rubrikenangebote (Stepstone, Immonet) gebündelt sind, legte stark zu.

USA: Das Amerika-Geschäft ist das zweite wichtige Wachstumssegment von Axel Springer. Die Auslandserlöse legten um 12,5 Prozent auf knapp 1,8 Milliarden Euro zu. Damit vergrößerte sich der Anteil am Konzernumsatz binnen Jahresfrist von 47,5 auf 49,4 Prozent. Selbst einstige Sorgenkinder im Ausland wie das Nachrichtenportal „Business Insider“ kommen voran.

Das fällt negativ auf

Printgeschäft: Das klassische Printgeschäft ist weiter rückläufig. Die von CEO Mathias Döpfner 2017 verordnete Trennung des Verlages in Print und Digital ist den extrem unterschiedlichen Dynamiken dieser beiden Bereiche geschuldet. Dass das Segment „News Media“ im vergangenen Jahr dennoch um 1,9 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro zulegte, liegt an der Wachstumsdynamik der Nachrichtenportale im Internet.

Was jetzt passiert

Aktie: Zuletzt hatte das Springer-Papier deutlich an Wert gewonnen – es liegt jetzt bei über 72 Euro. Viele Analysten haben die Aktie zum Kauf empfohlen. Die nun vorgelegte Jahresbilanz gibt ihnen Recht und könnte dem Papier noch einen weiteren Schub geben.