Axel Springer: Kapitalerhöhung - oder doch nicht?

Nikolas Kessler
Axel Springer: Kapitalerhöhung - oder doch nicht?

Meldungen über eine mögliche Kapitalerhöhung bei Axel Springer sorgen am Montag für Wirbel. Nachdem der Medienkonzern einen entsprechenden Bericht dementiert hat, klettert die Aktie rund ein Prozent ins Plus.

Laut einem Bericht des Manager Magazins erwägt Axel Springer eine Kapitalerhöhung, um Zukäufe zu finanzieren. Das Magazin beruft sich dabei auf ein Interview mit Vorstandschef Mathias Döpfner für die kommende Ausgabe. „Wir könnten auch eine Kapitalerhöhung vornehmen, das würde nichts an den Gewichten und Mehrheitsverhältnissen ändern“, so Döpfner. Haupteignerin Friede Springer würde dann ebenfalls neue Aktien zeichnen und so ihre Mehrheit absichern.

Kurz nach Veröffentlichung des Vorab-Berichts hat der Medienkonzern die Meldung jedoch dementiert. Es gebe weder Pläne noch würden solche Schritte geprüft, sagte eine Unternehmenssprecherin der Nachrichtagentur dpa. Die zitierten Aussagen von Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner hätten sich auf die abstrakte Möglichkeit bezogen, Kapitalerhöhungen durchzuführen, hieß es weiter.

Bei der Hauptversammlung am 18. April solle lediglich einen Vorratsbeschluss herbeigeführt werden, um im Falle eines Kapitalbedarfs in den kommenden Jahren gerüstet zu sein.

Aktie klettert ins Plus

Nachdem die Springer-Aktie am Morgen mit Verlusten in den Handel gestartet ist, gelingt ihr nach dem Dementi der Sprung ins Plus. Zwar notiert sie nach dem Kursrutsch in der Vorwoche nach wie vor klar unter ihrem jüngsten Hoch, nach dem starken Lauf der vergangenen Monate ist die Korrektur allerdings kein Grund zur Sorge. Investierte Anleger bleiben dabei, der Stoppkurs bei 60 Euro sichert nach unten ab.