Nach Autopsiebericht: Rätsel von Goolaerts' Tod gelöst

Michael Goolaerts erlitt Herzinfarkt vor Sturz laut Autopsiebericht

Der verstorbene belgische Radprofi Michael Goolaerts hat einen Herzinfarkt erlitten, bevor er beim Frühjahrsklassiker Paris-Roubaix schwer gestürzt war.

Das bestätigte der Autopsiebericht am Mittwoch. Der 23-Jährige war mit einem Herzstillstand ins Krankenhaus von Lille geflogen worden und starb dort gegen 22.40 Uhr im Beisein seiner Familie und engsten Freunde.

"Die Autopsie bestätigt die Hypothese, dass der Tod durch einen Herzinfarkt eingetreten ist", sagte Remy Schwartz, Staatsanwalt der französischen Gemeinde Cambrai, der Nachrichtenagentur AFP: "Er hatte eine Herzattacke während des Rennens. Sein Herz blieb stehen, deswegen hatte er einen Unfall."


Die Tragödie hatte auch Einfluss auf das Eintagesrennen Pfeil von Brabant. Beim Start hielt das gesamte Fahrerfeld mit den Fans eine Schweigeminute für Goolaerts. Dabei stand sein Team Veranda's Willems-Crelan trauernd in der ersten Reihe, zudem trugen die Teamkollegen einen Trauerflor mit der Aufschrit "ALL4GOOLIE".

Die 58. Ausgabe des belgischen Eintages-Klassikers gewann Lokalmatador Tim Wellens (Lotto-Soudal), der sich kurz vor dem Ziel erfolgreich vom Hauptfeld absetzen konnte. Den Sieg widmete der 26-Jährige seinem verstorbenen Landsmann. "Es tut mir im Herzen weh", sagte Wellens bei Eurosport.

Experten werden nun eine forensische Toxikologie durchführen, um die genaue Ursache für den Herzinfarkt zu ermitteln. Das kann nach Angaben der Staatsanwaltschaft einige Wochen in Anspruch nehmen.

Goolaerts war nach gut 100 der insgesamt 256,3 Rennkilometer auf dem zweiten Kopfsteinpflaster-Sektor Briastre zu Fall gekommen.