Automobilverband hebt Wachstumsprognose für 2017 auf vier Prozent

VDA-Präsident Wissmann bei der IAA

Der Automobilverband VDA hat seine Jahresprognose für den deutschen Pkw-Markt angehoben. Der deutsche Markt entwickle sich "dynamischer als erwartet", erklärte der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Mittwoch. Daher gehe er in diesem Jahr von einem Anstieg von vier Prozent auf 3,5 Millionen Neuwagen aus, erklärte VDA-Präsident Matthias Wissmann. Zuvor hatte der VDA ein Wachstum von 3,35 Prozent im Vergleich zu 2016 erwartet.

Zwar gingen die Neuzulassungen im September um drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurück, wie der VDA mitteilte. Das lag unter anderem daran, dass ein Arbeitstag weniger zur Verfügung stand als im September 2016. Allerdings gab es im gesamten Zeitraum von Januar bis September ein Plus von zwei Prozent. Ein Grund für die steigende Nachfrage seien die "Umstiegsprämien für ältere Dieselfahrzeuge", erklärte Wissmann.

Nahezu alle großen deutschen Hersteller hatten im Zuge des Dieselskandals Umstiegsprämien für den Kauf neuer Fahrzeuge ausgelobt. VW hatte 2015 zugegeben, eine illegale Software zur Senkung von Abgasemissionen in Millionen Dieselfahrzeuge weltweit eingebaut zu haben. Seitdem geriet auch eine Reihe anderer Firmen unter Täuschungsverdacht.