Autoindustrie: EU weiß offenbar seit Jahren von illegalen Absprachen

Die EU-Kommission weiß offenbar schon seit Jahren von geheimen Absprachen in der deutschen Autoindustrie. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung soll sich Daimler 2014 selbst bei der Brüsseler Behörde angezeigt haben. Gleichzeitig habe der Stuttgarter Konzern eine Anzeige beim Bundeskartellamt vorgelegt.

Derweil betonten sowohl Volkswagen als auch Daimler bei Aufsichtsratssitzungen am Mittwoch, dass Absprachen mit der Konkurrenz in der Autobranche zur Praxis gehörten.

Für Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil bleibt die Kernfrage aber offen: “Handelt es sich noch um erlaubte und wettbewerbsneutrale Gespräche und Absprachen zwischen Automobilunternehmen oder handelt es sich schon um unerlaubte und wettbewerbsbeeinflussende, wettbewerbseinschränkende Vereinbarungen.”

Das müssen die Kartellhüter klären. Weil rief die Autobauer am Rande des Treffens der VW-Aufsichtsräte in Wolfsburg dazu auf, konstruktiv mit den Behörden zusammenzuarbeiten. Neben VW und Daimler stehen auch Audi, Porsche und BMW unter Kartellverdacht.

Hier finden Sie den Artikel der Süddeutschen Zeitung.