Autofahrer rast in Frankreich in Fußgängergruppe und verletzt drei Menschen

Der Autofahrer, der am Freitagabend im Südwesten Frankreichs in eine Gruppe von Fußgängern gerast ist, bleibt vorerst in Gewahrsam. Das verlautete am Samstag von der Staatsanwaltschaft. Am Sonntag soll demnach Anklage wegen wegen versuchten Mordes erhoben werden

Ein Autofahrer ist am Freitag im Südwesten Frankreichs in eine Gruppe von Fußgängern gerast und hat dabei drei chinesische Studenten verletzt. Nach Justizangaben steuerte der 28-Jährige in dem Vorort von Toulouse "absichtlich" in die Gruppe. Er wurde unmittelbar nach der Tat festgenommen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft litt er in der Vergangenheit unter schweren psychischen Problemen. Ein terroristisches Tatmotiv schloss sie aus.

Der Vorfall ereignete sich vor dem Sozialwissenschaftlichen Institut in Blagnac am Rande von Toulouse im Südwesten Frankreichs. Die drei Studenten überquerten einen Fußgängerüberweg, als sie von dem Autofahrer gerammt wurden. Eine 23-Jährige erlitt nach Polizeiangaben schwere, jedoch nicht lebensbedrohliche Verletzungen. Zwei 22 und 23 Jahre alte Studenten wurden leicht verletzt. Eine Augenzeugin erlitt einen Schock.

Das Tatmotiv war zunächst unklar. Bei seiner Festnahme habe der Fahrer ausgesagt, dass er die Tat einen Monat lang geplant habe, sagte der Staatsanwalt von Toulouse, Pierre-Yves Couilleau, dem Sender BFMTV. Der bei seiner Mutter lebende Mann sei mehrfach vorbestraft und im Dezember 2016 nach einer Zwangseinweisung aus dem Krankenhaus entlassen worden.