Autobahnbrücke bei Wiesbaden soll am 6. November gesprengt werden

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WIESBADEN (dpa-AFX) - Die seit Monaten gesperrte Salzbachtalbrücke der Autobahn 66 bei Wiesbaden soll am 6. November gesprengt werden. Das teilten die Stadt Wiesbaden und die Autobahngesellschaft des Bundes am Mittwoch mit. Der blockierte Abschnitt beeinträchtigt den Verkehr im westlichen Rhein-Main-Gebiet erheblich. An der maroden Brücke hatte sich Mitte Juni der Überbau an einem Pfeiler abgesenkt, Betonbrocken waren herabgefallen. Die wichtige A66 zwischen Wiesbaden und Frankfurt ist seitdem an der Stelle unterbrochen. Auch unter der Brücke darf kein Zug- oder Straßenverkehr rollen. Der Hauptbahnhof Wiesbaden ist daher weitgehend vom Bahnverkehr abgeschnitten.

Den Angaben zufolge soll zunächst der südliche Brückenteil gesprengt werden und nur wenige Sekunden später die Nordbrücke. Den geplanten Termin könne nur noch schlechtes Wetter wie Starkregen oder Nebel zunichte machen, teilte die Autobahn GmbH mit.

Nach der Sprengung soll zügig mit dem Neubau - zunächst der Südbrücke

- begonnen werden, wie der Direktor der Niederlassung West der

Autobahn GmbH Ulrich Neuroth ankündigte. Allerdings werde die Lücke der A66 mindestens noch das gesamte Jahr 2022 bestehen bleiben.

Am Sprengtag soll das Gebiet in einem Radius von 250 Metern gesperrt werden. Davon betroffen ist unter anderem ein Friedhof, einige Wohnhäuser, Schrebergärten und ein Tierheim, wie der Sprengmeister erläuterte.

Wie viele Brücken in Deutschland wurde die Salzbachtalbrücke in den 60er Jahren erbaut. Seit damals stieg die Verkehrsstärke von etwa 20 000 Fahrzeugen am Tag auf bis zu 90 000.

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