Warum das Auto in 11 deutschen Städten doppelt so schnell ist wie Bus und Bahn

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Einwohner deutscher Großstädte und Ballungsgebiete bewegen sich mehr und mehr mit dem eigenen Auto fort. Immer mehr Autos werden zugelassen. Ein Grund, Personennahverkehr zu meiden, ist die Furcht vor Ansteckung mit den Coronavirus, schließlich befindet man sich trotz Abstandsregeln für eine gewisse Zeit in geschlossenen Räumen mit anderen Menschen.

Allerdings dürfte die Pandemie nicht der einzige Grund sein für diesen Trend: In einer Studie haben Berater im öffentlichen Nahverkehr nun herausgefunden, dass die Fahrt mit ÖPNV in den 11 größten Städten in Deutschland im Schnitt doppelt so lange dauert wie mit dem Auto. Und das gilt für Tage ohne Streik.

Die Unterschiede zwischen den Städten seien dabei eher gering, wie das Mobility Institute aus Berlin mitteilte. In München und Stuttgart ist man mit dem Nahverkehr vergleichsweise am schnellsten, braucht durchschnittlich 1,94-mal so lange wie mit dem Auto. In Hamburg ist die Differenz am größten, hier dauert es 2,24-mal länger.

Allerdings kennen die Experten nach eigenen Angaben einige Lösungen, um den ÖPNV zu verbessern. Attraktiver wird Bus- und Bahnfahren durch bessere Verbindungen, damit Umwege und Umstiege reduziert werden. Sobald es eigene Spuren für Busse gibt oder mehr Schienen verlegt werden, ist der Personenverkehr unabhängig vom restlichen Straßenverkehr und steckt seltener in Staus fest. Wenn zusätzlich eine grüne Welle für Bus und Bahn eingerichtet werden kann - der ÖPNV also Vorfahrt hat - kann viel Zeit gewonnen werden.

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