Ausweisung von russischen Diplomaten

Die weltweite Ausweisung russischer Diplomaten, nach dem Anschlag auf den früheren Doppelagenten Sergej Skripal in Großbritannien, ist ein starkes politisches Signal an Russland.

139 Russische Diplomaten aus 24 Staaten wurden des Landes verwiesen. Es herrscht weitgehende Solidarität mit London. Europa und die USA stellen sich nach der Wiederwahl des russischen Präsidenten gegen Putin.

Der Kreml wird nach Einschätzung der Experten rasch mit Gegenmaßnahmen auf die Ausweisungen reagieren. Eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen dem Westen und Russland findet nicht mehr statt, so der amerikanische Verfassungsrechtler Bruce Fein:

"Nun ich glaube, wir gehen auf eine Beziehung zu, wie sie im "Kalten Krieg" herrschte, wie zu Zeiten der Kubakrise. Die Beziehungen sind gestört. Ich sehe zurzeit keine Beziehungen und keine Zusammenarbeit zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und Russland. Nirgendwo auf der Welt, auch nicht in Bezug auf Syrien oder Iran".

Fraglich bleibt, ob es leichtfertig ist, ohne belastbare Beweise und nur aufgrund von Indizien so gegen Russland vorzugehen.

Nach dem Giftanschlag auf den Ex-Doppelagenten Sergej Skripal soll noch in dieser Woche mit der Dekontamination einiger Gebäude in der südenglischen Kleinstadt Salisbury begonnen werden.