Auswechslungen, Abseits und Videobeweis: Das sind die neuen Regeln der WM 2018

Die WM 2018 nimmt heute mit dem Auftaktspiel zwischen Gastgeber Russland und Saudi-Arabien ihren Lauf. Die FIFA hat für das Turnier einige Regeln verändert oder neu eingeführt. Das sind die wichtigsten Veränderungen.

Das Turnier in Russland bringt eine Regeländerungen mit sich. (Bild: Getty Images)

Dem geneigten Zuschauer wird während der WM ganz besonders eine Regel ins Auge stechen: Die FIFA erlaubt in Russland eine Kommunikation zwischen Trainerbank und Tribüne durch “kleine Mobilgeräte” wie Smartphones, Tablets oder Kopfhörer.

Diese Neuerung erlaubt es den Nationen, einen Analysten auf der Tribüne zu platzieren, der mit einer anderen Perspektive taktische Vorgänge leichter erkennen kann. Entscheidungen des Schiedsrichters dürfen über den Kanal allerdings nicht diskutiert werden.

Vierte Auswechslung – Änderung beim Abseits

Ebenso auffällig wird sein, dass nun auch bei der WM eine vierte Auswechslung in der Verlängerung erlaubt ist. Diese Regel kennen deutsche Zuschauer bereits aus der vergangenen Ausgabe des DFB-Pokals.

Darüber hinaus werden Abseitsentscheidungen neu bewertet. Es zählt beim Abspiel fortan nicht mehr der Moment, in dem der Ball den Fuß des Passgebers verlässt sondern der Moment, in dem der erste Kontakt stattfindet. Dies wird besonders bei engen Entscheidungen wichtig sein.

Acht Schiedsrichter pro Partie im Einsatz

Detailänderungen betreffen auch die Kompetenzen des Schiedsrichter. Trinkpausen und Unterbrechungen durch den eingeführten Videobeweis sollen nun nachgespielt werden.

Apropos Videobeweis: Die Entscheidungen des Schiedsrichters werden bei der WM auf der Videotafel gezeigt. Wiederholungen und Grafiken sollen auch beim Zuschauer im Stadion für mehr Verständnis während der undurchsichtigen Situation sorgen.

Pro Partie werden dafür acht Schiedsrichter eingesetzt. Neben Hauptschiedsrichter, den beiden Linienrichtern und dem vierten Offiziellen werden weitere vier Schiedsrichter in Moskau vor mehreren Bildschirmen die Partie überwachen und Hinweise auf eine mögliche Überprüfung per Video geben.