Ausverkauf bei Biotechs: Wie sollten Anleger nach dem Crash reagieren?

Michel Doepke
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Kion Group: Erwartungen der Analysten verfehlt – Aktie im freien Fall

Der Kurseinbruch an der Wall Street hat auch den Biotech-Sektor in Mitleidenschaft gezogen. Mit einem Minus von 4,4 Prozent ging der Nasdaq Biotech Index aus dem Handel. Er ist damit erneut unter die psychologisch wichtige Marke von 3.500 Punkten gerutscht. Nach dem starken Lauf der letzten Wochen ist es jedoch gesund, dass der Sektor etwas Dampf ablässt.

Fakt ist, dass sich an der Grundstimmung im Pharma- und Biotech nichts geändert hat. Nach wie vor müssen Amgen, Biogen und Co durch externe Zukäufe oder Kooperationen ihre Produktpipelines stärken, um auf lange Sicht konkurrenzfähig zu bleiben. Mit Sanofi und Celgene haben sich bereits zwei Firmen verstärkt. Anleger, die vor den Übernahmen von Bioverativ, Ablynx und Juno Therapeutics investiert waren, können sich über satte Prämien freuen. Es spricht nichts dagegen, dass sich die Übernahmewelle im Biotech-Sektor fortsetzen wird.

Darüber hinaus waren Biotech-Schwergewichte wie Celgene (Kurs-Gewinn-Verhältnis von 11 für 2018) und Amgen (KGV von 13 für das laufende Jahr) selten so günstig zu haben.

Quelle: Bloomberg

Langfristiger Trend intakt

Der langfristige Aufwärtstrend in Form der 200-Tage-Linie liegt bei 3.318 Zählern und dient als Unterstützung, genau so wie die Trendlinie bei 3.275 Punkten. Erst beim Unterschreiten der beiden Chartmarken droht Ungemach. Anleger, die bei Biotech-Einzelinvestments engagiert sind, beachten ihre Stoppkurse. Beim Basisinvestment BB Biotech besteht kein Handlungsbedarf. Langfristig bleibt die Aktie aussichtsreich und ist ein Must-have für jeden, der am Biotech-Markt partizipieren will.