Austria Wien feuert Trainer Fink

Thorsten Fink trainierte zuletzt Austria Wien

Die jüngste Pleite war dann einfach eine zu viel: Trainer Thorsten Fink ist beim österreichischen Bundesligisten Austria Wien am Sonntag entlassen worden. Der ehemalige Profi und Bundesliga-Trainer (unter anderem FC Ingolstadt und Hamburger SV) war seit 2015 bei der Austria tätig gewesen und besaß noch einen Vertrag bis 2019.

Der Hauptstadt-Klub hatte am Samstag mit dem 1:2 bei Admira Wacker Mödling bereits die dritte Niederlage in Folge kassiert, die Austria rangiert in der Tabelle weiter auf einem enttäuschenden siebten Platz.

Finks Entlassung hatte sich angebahnt: Sowohl die mit 27 Zählern schlechteste Punkteausbeute nach 24 Spielen als auch der schlechteste Jahresauftakt der Vereinsgeschichte ließen Klubvorstand Markus Kraetschmer und Sportdirektor Franz Wohlfahrt nun die Reißleine ziehen. Zwischen Kraetschmer und Fink hatte es zuletzt auch zwischenmenschlich immer wieder Spannungen gegeben.

Der Vereinsboss hatte bereits nach der Partie mit Blick auf den 50-Jährigen erklärt: "Wir müssen das analysieren und dann Entscheidungen treffen. Es wäre falsch, jetzt irgendwelche Durchhalteparolen auszusprechen. Es gibt in dieser Situation kein Tabu, das nicht diskutiert werden kann."

Verwerfungen zwischen Fink und Klub-Boss Kraetschmer

Wohlfahrt wiederum machte Fink nicht alleinverantwortlich für die Misere und inzwischen zwölf Punkten Rückstand auf einen Europacup-Platz, kritisierte laut Sky Sport Austria vor allem auch den Lifestyle der Spieler.

Die Wiener Austria war gegen Mödling zwar durch Michael Madl in der 16. Minute in Führung gegangen, kassierte aber vier Minuten später den Ausgleich durch Patrick Schmidt. In der 74. Minute stellte Lukas Grozurek den Endstand her.


Neben Fink muss auch sein Co-Trainer Sebastian Hahn seinen Hut nehmen. Das Training leitet vorübergehend Egbert Zimmermann, ein neuer Trainer soll aber bereits beim nächsten Spiel auf der Bank sitzen.

Für Thorsten Fink überwiegt dennoch "das Positive, denn wir hatten erfolgreiche Jahre. Zuletzt haben aber die Ergebnisse nicht gepasst und da hat man als Klub keine Zeit, um wochenlang auf eine Verbesserung zu warten. Ich wünsche dem Klub alles Gute für die Zukunft."