Australischer Islamist wegen Anschlagsplänen zur 22 Jahren Haft verurteilt

Wegen Anschlagsplänen auf Regierungsgebäude in Sydney ist ein australischer Islamist zu 22 Jahren Haft verurteilt worden. Der Oberste Gerichtshof des Bundesstaats New South Wales verhängte am Freitag zudem Haftstrafen zwischen neun und 18 Jahren gegen vier weitere Angeklagte.

Der 22-jährige Hauptangeklagte Sulayman Khalid habe eine "koordinierende Rolle eingenommen", erklärte Richter Geoffrey Bellew in seinem Urteil. "Der Täter hat seine Unterstützung für den gewaltsamen Dschihad, für den der Islamische Staat eintritt, öffentlich zur Schau gestellt." Khalid bekenne sich zu einer "wahhabitisch-salafistisch" religiösen Weltanschauung, erklärte Bellew.

Laut Urteil hatten der 22-jährige Australier und seine Komplizen Anschläge auf Regierungsgebäude und Polizeibeamte geplant und dabei auch den Einsatz von Schusswaffen in Betracht gezogen. Die Verdächtigen waren bei einer Reihe von Razzien in Sydney und Brisbane Ende 2014 festgenommen worden.

Die Regierung in Canberra zeigt sich wegen der wachsenden Bedrohung durch Extremismus und Radikalisierung im eigenen Land beunruhigt. Seit 2014 gelten in Australien eine erhöhte Terrorwarnstufe sowie verschärfte Anti-Terror-Gesetze. In den vergangenen Jahren konnten die Behörden nach eigenen Angaben dreizehn Anschläge verhindern.