Australien schickt 40 Flüchtlinge aus Lagern in Papua-Neuguinea in die USA

Flüchtlingslager auf der Pazifikinsel Manus

Australien schickt 40 weitere Flüchtlinge aus seinen Lagern in Papua-Neuguinea in die USA. Die Männer seien am Dienstag in der philippinischen Hauptstadt Manila eingetroffen, von wo aus sie in den kommenden Wochen in die Vereinigten Staaten ausgeflogen würden, erklärte die Hilfsorganisation Refugee Action Coalition (RAC). Die Umsiedlung erfolgt gemäß einer von US-Präsident Donald Trump scharf kritisierten Vereinbarung zwischen seinem Vorgänger Barack Obama und der australischen Regierung.

Die 40 Flüchtlinge saßen mehrere Jahre in Flüchtlingslagern auf der Insel Manus fest. 18 weitere Insassen warten nach Angaben von RAC derzeit in Papua-Neuguineas Hauptstadt Port Moresby auf ihren Weiterflug in die Vereinigten Staaten. Die US-Regierung habe zudem einer Aufnahme von 130 Flüchtlingen aus dem Inselstaat Nauru zugestimmt, die im Februar ausreisen sollen.

Australien lässt grundsätzlich keine Flüchtlinge ins Land. Stattdessen werden sogar anerkannte Asylbewerber in Lagern auf Manus und in Nauru untergebracht. Menschenrechtsorganisationen kritisieren immer wieder die verheerenden Zustände in den Camps.

Obamas Regierung hatte Australien zugesagt, rund 1600 der Flüchtlinge aus den abgelegenen Lagern im Pazifik aufzunehmen. Bislang konnten aber erst 50 von ihnen in die USA ausreisen. Trump bezeichnete die Vereinbarung als einen "dämlichen Deal". Der US-Präsident setzt auf eine restriktive Einwanderungspolitik.