Die aussichtsreichsten Emerging Markets für 2018: Russland

Benedikt Kaufmann
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Vergessen Sie den „russischen Bären“ als Allegorie für Russland. Steigende Ölpreise, eine niedrige Bewertung und eine rückläufige Inflation – die Weichen für einen anhaltenden Bullenmarkt in Russland sind gestellt.

Erste Anzeichen für ein starkes neues Jahr liefert der russische Leitindex RTS, der die 50 nach Marktkapitalisierung stärksten russischen Unternehmen abbildet. Seit Jahresanfang legte der Index um satte 8,6 Prozent zu: eine bullishe Bewegung, die zahlreiche Analysten als überfällig einstuften.

Denn in der Vergangenheit orientierten sich die russischen Märkte deutlich an der Preisentwicklung von Öl und Gas. Doch während der Spotpreis von Öl der Sorte Brent seit Juni 2017 um rund 55 Prozent zulegte, erzielte der RTS zum Jahresende nur einen Kursgewinn von 20 Prozent. Hier herrscht immer noch Nachholpotenzial.

Wie in den russischen Bullen investieren

Neben einer Anlage in Einzeltitel – DER AKTIONÄR empfiehlt aktuell Gazprom, Mail.ru und Sberbank – bietet sich auch ein ETF an, um in den russischen Bullen zu investieren. DER AKTIONÄR empfahl in Ausgabe 03/18 den iShares MSCI Russia ADR/GDR ETF. Der Top-Pick Sberbank ist hier mit 27 Prozent gewichtet und das Zugpferd im ETF. Die Kosten von 0,65 Prozent pro Jahr liegen für einen Emerging Market ETF im Rahmen.