Aussichtsplattform: In Angermünde gibt es Streit um den Kirchturm

Das Streitobjekt: Der neugotische Kirchturm im Angermünder Ortsteil Altkünkendorf

Altkünkendorf.  Die Idee klingt verblüffend einfach und doch originell: Schon 2013 hatte das Stadtparlament in Angermünde (Uckermark) beschlossen, den 34 Meter hohen Kirchturm im Ortsteil Altkünkendorf so auszubauen, dass Besucher gefahrlos hinaufsteigen und aus den Turmfenstern den Blick auf Brandenburgs schönsten Buchenwald Grumsin mitten im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin genießen können.

"Vor sechs Jahren war der Grumsiner Forst von der Unesco zum Weltnaturerbe ernannt worden. Dieser Titel ist nicht nur eine Anerkennung, sondern für uns auch eine Verpflichtung", sagt Angermündes Bürgermeister Frederic Bewer (parteilos). Und die liege darin, diesen wertvollen Naturraum für Menschen erlebbar zu machen. "Das ist ja kein Totalreservat, das keiner betreten darf", sagt er.

Mehr als 180.000 Euro Lottomittel stehen bereit

Gemeinsam mit dem Altkünkendorfer Ortsbeirat seien Ideen entwickelt worden. So gibt es im Dorfgemeinschaftshaus jetzt einen Infopunkt mit jeder Menge Material zum mehr als 560 Hektar großen Grumsiner Forst. Jeweils von Donnerstag bis Sonntag wird diese Besucher-Anlaufstelle von Freiwilligen personell besetzt.

Zwei Altkünkendorfer ließen sich zu Natur- und Wanderführern ausbilden. An der Feuerwehr wurden zusätzliche Parkflächen für Besucher gebaut. Die Idee eines Aussichtsturms wurde zunächst wieder verworfen, weil Neubauten im Biosphärenreservat nur schwer umzusetzen sind, wie der Bürgermeister andeutet.

"Dann kamen wir schließlich auf den Kirchturm. Voraussetzung war aber, da...

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