Ausschreitungen nach Demonstration

In der griechischen Hauptstadt Athen ist es in der Nacht zu Donnerstag zu Ausschreitungen gekommen. Etwa 200 Vermummte randalierten und lieferten sich Straßenschlachten mit der Polizei im Viertel Exarchia. Die Gegend gilt als Hochburg der anarchistischen Bewegung.

Mehrere tausend Menschen hatten zuvor mit einer friedlichen Demonstration an einen 15-Jährigen erinnert, der vor neun Jahren durch eine Polizeikugel gestorben war.

euronews-Korrespondent Apostolos Staikos berichtet aus Athen:

"Direkt nach der Demonstration zum Andenken des ermordeten Teenagers brachen im Stadtzentrum Konflikte aus. Polizisten entfernten alle Journalisten vom Ort des Geschehens, während Steine an unseren Köpfen vorbeiflogen."

Die Situation beruhigte sich am Donnerstagmorgen.

Wie das griechische Staatsfernsehen berichtet, wurden elf Randalierer festgenommen.

Der Tod des damals 15-jährigen Alexandros Grigoropoulos löste im Dezember 2008 eine Welle der Gewalt in Griechenland aus.

Der schuldige Polizist wurde im Oktober 2010 zu lebenslanger Haft verurteilt.