Warum ALBAs Matchwinner Bayern so wehtut

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Warum ALBAs Matchwinner Bayern so wehtut
Warum ALBAs Matchwinner Bayern so wehtut

Besser hätte er seine Treffer wohl nicht timen können!

Im ersten Spiel der Finalserie in der easyCredit BBL zwischen ALBA Berlin und dem FC Bayern hatte Berlins Point Guard Maodo Lo bereits sechs Bälle danebengesetzt, ehe er genau zum richtigen Zeitpunkt traf. (NEWS: Alles zur BBL)

84 Sekunden vor dem Ende gelang ihm erst ein Korbleger zum Ausgleich, wenig später sogar ein Dreier zur Führung. Und als der 28-Jährige am Ende sogar noch einmal von jenseits der Dreierlinie einnetzte und damit acht Punkte in Folge erzielte, war der knappe 89:86-Sieg gegen die Münchner in trockenen Tüchern.

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"Ich habe das Vertrauen bekommen und habe die Würfe getroffen. Das war ein schwieriges Spiel für uns, wir haben es am Ende zum Glück noch geschafft", erklärte Lo nach der Partie: "Es war sehr wichtig, das erste Spiel der Serie zu gewinnen." Das zweite steht schon heute Abend wieder in Berlin an. (BBL-Finale: ALBA - Bayern, ab 20.30 Uhr im LIVETICKER)

Persönliche Gründe bei Wechsel von Lo

Dass ausgerechnet der deutsche Nationalspieler für die Berliner zum Matchwinner wurde, ist nach dessen Wechsel im vergangenen Sommer bemerkenswert.

Drei Jahre lang stand der Point Guard bei den Münchnern unter Vertrag, verließ die bayerische Landeshauptstadt allerdings nach dem Auslaufen seines Kontraktes – aus persönlichen Gründen. (ANALYSE: BBL-Finals: Das zählt für Jagla)

Im Sommer 2019 starb Los älterer Bruder Lamine bei einem Unfall. Der aus Berlin stammende Basketballer, der zuvor bei Brose Bamberg gespielt hatte, wollte in der Folge wieder näher bei seinen Eltern leben. "Maodos sehr persönliche Entscheidung verdient Respekt und Verständnis. Auch wenn sie uns nicht gerade begeistert", hatte Bayern-Sportdirektor Daniele Baiesi seinerzeit erklärt.

Dem Vernehmen nach hätte der FC Bayern den 28-Jährigen gerne gehalten, auch sein Gehalt deutlich erhöht. Gerüchten zufolge hätte er sogar der bestbezahlte deutsche Spieler der BBL-Geschichte werden können, doch Lo entschied sich dagegen.

Lo wechselte vom FC Bayern zu ALBA

Eine bemerkenswerte Entscheidung auch deshalb, weil der Weg über Jahre hinweg stets von ALBA Berlin hin zum FC Bayern geführt hat. Von Nihad Djedovic über Heiko Schaffartzik, Alex King, Bryce Tayler und Reggie Redding – viele Berliner trugen irgendwann das Trikot des FC Bayern. Ein Fakt, der die Rivalität beider Klubs immer wieder neu befeuert hat.

Maodo Lo hat dagegen den entgegengesetzten Weg gewählt und seinem ehemaligen Arbeitgeber mit acht schmerzlichen Punkten in 84 Sekunden einen empfindlichen Schaden zugefügt.

Irreparabel ist dieser freilich nicht. In Spiel zwei bekommt das Team von Head Coach Andrea Trinchieri am Abend die Chance, in der Best-of-five-Serie auszugleichen. Auch wenn ein gewisser Maodo Lo etwas dagegen haben dürfte.

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