Aurelius: Frischer Wind durch neue Akquisitionen

Matthias J. Kapfer
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Aurelius: Frischer Wind durch neue Akquisitionen

Die Beteiligungsgesellschaft Aurelius veröffentlicht Zahlen für das erste Quartal. Während die Kennzahlen im Vergleich zum Vorjahr etwas schwächer ausgefallen sind, lassen weitere Unternehmensakquisitionen auf mehr hoffen.

Der Konzernumsatz des Beteiligungsriesen beläuft sich aufgrund der erfolgreichen Unternehmensverkäufe in 2017 von Secop, Geotronics sowie der Studienkreis-Gruppe auf insgesamt 912 Millionen Euro (Vorjahr: 1,154 Milliarden Euro). Ähnlich Federn ließ der annualisierte Konzernumsatz, dieser lag bei rund 3,69 Milliarden Euro (Vorjahr: 4,01 Milliarden Euro). Das EBITDA lag mit 10,7 Millionen Euro deutlich unter dem Vorjahr (Q1 2017: 293,2 Millionen Euro), was aber vor allem mit der Auflösung negativer Unterschiedsbeiträge aus der Kapitalkonsolidierung der im Januar 2017 erworbenen Office Depot Europe zu tun hat.

Neue Akquisitionen

Für frischen Wind im Aurelius Portfolio sorgten weitere erfolgreiche Unternehmenskäufe. Im ersten Quartal erwarb die Beteiligungsgesellschaft den weltweit tätigen Multikanal-Buchhändler Bertram Group. Dem Konzern gelang es außerdem mit dem Erwerb von Abelan Board, einen namhaften Produzenten von Verpackungslösungen, eine Add-on-Akquisition für die bereits im Portfolio befindliche Solidus Solutions zu vollziehen. Des Weiteren konnte die Aurelius-Tochter GHOTEL ein weiteres 4-Sterne-Hotel samt Immobilie in Göttingen erwerben.
Für die liquiden Mittel ging es infolge dessen nach unten – mit rund 444 Millionen lagen diese unter denen des Vorjahres (Q1 2017: 606 Millionen Euro). Mit einer Eigenkapitalquote von 28,4 Prozent sowie einem Net Asset Value (NAV) von rund 1,54 Milliarden Euro bewegen sich beide Kennzahlen auf Vorjahresniveau.

Dividendenrendite von fast 8 Prozent

Für die Aktionäre ist nach den Q1-Zahlen erstmals eines wichtig – die Hauptversammlung am 18. Mai. Der Vorstand wird, wie bereits vor Monaten angekündigt, den Aktionären eine Dividende von fünf Euro vorschlagen. Die Dividende besteht aus einer Basisdividende von 1,50 Euro sowie einer Partizipationsdividende von 3,50 Euro, welche aufgrund der der erfolgreichen Unternehmensverkäufe im Geschäftsjahr 2017 an die Aktionäre ausgeschüttet werden soll. Beim derzeitigen Kurs von um die 63 Euro bedeutet dies eine Dividendenrendite von rund acht Prozent.

Aktie fest im Sattel

Die Papiere des Beteiligungsunternehmens bewegen sich seit der fatalen Short-Attacke im Frühjahr 2017 in einem Aufwärtstrend. Aurelius konnte zuletzt unter anderem durch die Prüfung des Net Asset Value (NAV) im Konzernabschluss weiter an Glaubwürdigkeit gewinnen. Zum ehemaligen Allzeithoch vor der Short-Attacke fehlen aber noch einige Punkte. Gefolgt von einem weiter anhaltenden positiven Newsflow und weiteren erfolgreichen Unternehmenskäufen und -verkäufen könnte sich die Aktie weiter in Richtung Allzeithoch von 67,32 Euro bewegen. Investierte Anleger geben keine Stücke aus der Hand.

Hinweis auf Interessenkonflikte gemäß §34b WpHG: Der Autor hält Positionen an Aurelius, die von einer etwaigen aus der Publikation resultierenden Kursentwicklung profitieren.