Augenzeugen berichten: Hamburger Studenten erzählen von G20-Ausschreitungen

Felix erzählt von „geisterhaft leeren“ Straßen und grimmigen „Kampfpolizisten“.

Hamburg ist zwei Tage lang Schauplatz des G-20-Gipfels und während sich die Mächtigsten der Welt beraten, regiert in Teilen Hamburgs das Chaos. Lukas Kuite hat mit drei Studenten gesprochen, die das Wüten der linken Szene direkt vor der Haustür erlebt haben.

Für Gabi (Name geändert) war ein ruhiger Moment in ihrer Studentenwohnung nicht mehr möglich. Am kleinen Schäferkamp wohnt sie, eine Straße direkt über der Hamburger Sternschanze. Dort, wo die Ausschreitungen des „Schwarzen Blocks" rund um den G20-Gipfel ein nicht erwartetes Ausmaß annehmen. 

„Viele Läden verbarrikadierten ihre Schaufenster mit Spanplatten, weil sie ahnten, was passieren wird. Diejenigen, die nicht das Geld dafür hatten oder das Ausmaß nicht als ein solches vermutet hatten, leiden jetzt unter den Krawallen", sagt Roman, der im südlichen Stadtteil Harburg lebt. Zu ihm ist Gabi geflüchtet. Beide studieren Schiffbau an der Technischen Universität in Hamburg-Harburg. Am Dienstag steht eine Prüfung an.

„Ich musste hier rausfahren, weil ich keinen Bock hab, am Dienstag über eine Stunde zur Prüfung zu fahren. Da gehe ich lieber auf Nummer sicher", sagt Gabi. In ihrer Wohnung im Zentrum hörte sie durchgehend Helikopter, den Lärm der zerbrechenden Schaufenstergläser, auch die ständigen „ACAB"-Schlachtrufe rissen nie ab. „Ich habe Menschen in unseren Innenhof stürmen sehen. Sie sprachen französisch. Sie haben sich umgezogen. Komplett in schwarz. Das habe ich nicht so ganz verstanden, weil sie vorher schon schwarz trugen."

„Kriegsähnlicher Zustand“

Es fällt schwer, viel Sinnhaftes in der Zerstörungswut der Linksextremen zu finden. Der gewaltbereite „Schwarze Block“, dessen Mitglieder versuchen durch Vandalismus und Brandstiftung einen „kriegsähnlichen Zustand“ zu kreieren, verwandelte die Stadt seit Donnerstagnacht in einen von Polizeipräsenz geprägten Ort...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung