Aufstockung des Jahres: Fußball-WM mit 48 Teams

Aufstockung des Jahres: Fußball-WM mit 48 Teams

Als Gianni Infantino am 10. Januar in Zürich triumphal seine "Mega-WM" präsentierte, herrschte beim Weltmeister blankes Entsetzen. Im Hauruckverfahren und gegen erklärten Widerstand aus Deutschland hatte das FIFA-Council die Fußball-WM revolutioniert - ab der Endrunde 2026 werden 48 statt 32 Nationen um den Titel spielen.
"Wir müssen die WM ins 21. Jahrhundert bringen", sagte Infantino im Anschluss: "Der Fußball ist global. Das Fußballfieber in einem qualifizierten Land ist die größte Werbung für den Fußball, die es geben kann." Als erste Gastgeber dürften kurz vor der WM 2018 in Russland die USA, Mexiko und Kanada ausgewählt werden, die mit ihrer Dreier-Bewerbung im Rennen um das Turnier 2026 haushoher Favorit gegen Marokko sind.
Die deutschen Bedenken - DFB-Präsident Reinhard Grindel saß damals noch nicht im Council - hatten Infantino nicht interessiert. "Auch wenn wir eine WM mit nur zwei Mannschaften organisieren würden, wäre Deutschland immer noch eine davon", sagte er: "Aber für die vielen anderen Länder bietet sich jetzt eine neue Chance." Die FIFA beteuerte zudem, dass es keine großen Veränderungen im Modus geben werde.