Bei Aufstieg von Kassel oder Bietigheim: DEL-Play-offs nur nach Modus "best of five"

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Bei Aufstieg von Kassel oder Bietigheim: DEL-Play-offs nur nach Modus "best of five"
Bei Aufstieg von Kassel oder Bietigheim: DEL-Play-offs nur nach Modus "best of five"

Nach der verkürzten Corona-Saison plant die Deutsche Eishockey Liga (DEL) in der nächsten Spielzeit die Rückkehr zum alten "Best-of-seven"-Modus in den Play-offs - allerdings nur, wenn es keinen Aufsteiger gibt. Sollte der Zweitliga-Meister, der derzeit zwischen den Kassel Huskies und den Bietigheim Steelers ermittelt wird, die DEL-Lizenz erhalten, könnten nur maximal fünf Spiele pro K.o.-Runde ausgetragen werden. Das sieht der Rahmenspielplan vor, den die Liga am Montag bekannt gab.

Demnach startet die Hauptrunde am 9. September und endet mit 14 Klubs nach einer Olympiapause vom 31. Januar bis 20. Februar am 13. März. Dem schließen sich Play-offs nach dem Modus "best of seven" bis zum 5. Mai an. Würde mit 15 Klubs gespielt, ginge die Hauptrunde bis zum 27. März, die Meisterrunde müsste dann als "best of five" ausgetragen werden, weil am 13. Mai die WM in Finnland beginnt. Wegen der Corona-Pandemie und der wirtschaftlichen Folgen war in der abgelaufenen Saison der gerade erst wieder eingeführte Abstieg ausgesetzt worden.

Wie die anderen Klubs muss der Zweitliga-Meister bis zum 25. Mai seine Unterlagen zur Lizenzprüfung abgeben. Bei Kassel oder Bietigheim müssen neben den wirtschaftlichen auch die logistischen Voraussetzungen geprüft werden. "Die Flexbande ist eine klare Vorgabe", sagte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke, "und auch die TV-taugliche Beleuchtung." An beiden Standorten müsste die vorgeschriebene Bande nachgerüstet werden, in Kassel auch das Licht in der Halle verbessert werden.

Für die Lizenzierung wird zunächst ohne Zuschauereinnahmen geplant. "Das ist immer noch die große Unbekannte", sagte Tripcke. Als Ersatz dürfen aber die noch nicht abgerufenen staatlichen Zahlungen aus der Coronahilfe Profisport angesetzt werden, die insgesamt auf 1,8 Millionen Euro pro Klub erhöht wurden. In der abgelaufenen Saison betrug der Umsatzausfall laut Tripcke ligaweit "60 bis 70 Millionen Euro".

Positiv entwickelten sich die Fernsehquoten beim TV-Partner MagentaSport. Laut Tripcke schalteten in der Hauptrunde insgesamt 13,5 Millionen Zuschauer die Live-Übertragungen ein, der Schnitt von 50.000 pro Spiel lag doppelt so hoch wie in der Vorsaison. In den Play-offs schauten 2,5 Millionen zu, durchschnittlich fast 120.000, im letzten Finale bis zu 170.000. "Man hat das Potenzial im Eishockey gesehen", meinte Tripcke.