"Hatten es nicht verdient!" HSV patzt und bleibt Zweitligist

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Der Hamburger SV muss die Hoffnungen auf die ersehnte Bundesliga-Rückkehr endgültig begraben. Der HSV patzt in Osnabrück, das wieder auf den Liga-Verbleib hofft.

Der HSV hat den Aufstieg in die Bundesliga wieder nicht geschafft. (Bild: Getty Images)
Der HSV hat den Aufstieg in die Bundesliga wieder nicht geschafft. (Bild: Getty Images)

Der nächste HSV-Patzer lässt auch die letzten Hoffnungen auf die Bundesliga-Rückkehr platzen.

Der Hamburger SV hat nach der 2:3 (1:1)-Niederlage bei dem seit 13 Heimspielen sieglosen Abstiegskandidaten VfL Osnabrück einen Spieltag vor Schluss keine Chance mehr, den Relegationsplatz zu erreichen. 

Hrubesch: "Hatten es nicht verdient"

"Natürlich tut es weh, aber eines muss man auch klar sagen: Wir hatten es auch nicht verdient", sagte Interimstrainer Horst Hrubesch bei Sky. "Wenn du so ein Spiel angehst, musst du einfach mehr leisten. Das haben wir nicht getan. Du musst dir sowas verdienen." Der HSV geht damit in der kommenden Saison in die vierte Zweitliga-Saison in Folge.

"Die Enttäuschung ist groß, wir haben uns natürlich viel mehr vorgenommen, wir haben bis zum Schluss daran geglaubt", sagte Hamburgs Sportvorstand Jonas Boldt. "Wir hatten einen offenen Schlagabtausch, viele Torchancen, aber wir haben wieder zu leicht die Gegentore bekommen. Das steht so ein bisschen sinnbildlich für die ganze Saison."

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Konkurrent Greuther Fürth sicherte mit einem 4:2 (2:2)-Erfolg beim SC Paderborn zumindest Platz drei ab und hat aufgrund der 2:3 (1:0)-Niederlage des Tabellenzweiten Holstein Kiel beim Karlsruher SC am letzten Spieltag sogar noch die Chance auf den direkten Aufstieg.

Dem VfL Bochum fehlt nach dem 1:1 (0:1) beim 1. FC Nürnberg nur noch ein Punkt, um den Aufstieg in die Bundesliga zu sichern. 

Osnabrück hofft wieder auf den Klassenerhalt

Christian Santos (34.) und Maurice Multhaup (61.) trafen für Osnabrück. Robin Meißner (37.) und Tim Leibold (82.) glichen jeweils für die Mannschaft von Interimstrainer Horst Hrubesch aus. Marc Heider (84.) schockte den HSV allerdings umgehend wieder. 

"Wir haben ein klares Lebenszeichen gesetzt, dass wir in dieser Liga bleiben wollen", sagte VfL-Trainer Markus Feldhoff bei Sky und atmete nach dem überwundenen Heimfluch auf. "Heute war es der passende Gegner und die passende Geschichte, um das zu beenden und in der Tabelle einen Sprung machen zu können, um am letzten Spieltag noch die Hoffnung auf Platz 15 zu haben." Die Niedersachsen schoben sich mit dem zweiten Sieg in Serie auf den Relegationsplatz, der SV Sandhausen liegt mit einem Punkt mehr auf Platz 15.

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In Paderborn lieferten sich beide Teams einen spektakulären Schlagabtausch. Durch ein Eigentor von Paul Jaeckel (22.) gingen die Ostwestfalen zunächst in Führung. Die Fürther drehten die Partie durch Havard Nielsen (28.) und Branimir Hrgota (42.), aber Chris Führung (45.+3) glich für den SCP noch vor der Pause aus. Unmittelbar nach dem Seitenwechsel schoss Paul Seguin (47.) das Kleeblatt wieder in Front. Dickson Abiama (90.+6) traf in der Nachspielzeit.

Mit Sport-Informations-Dienst (SID)

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