Aufseher bisher zufrieden mit Suche nach Atommüll-Endlager

dpa-AFX

BERLIN (dpa-AFX) - Der Schutz möglicher Standorte für ein Atommüll-Endlager läuft nach Einschätzung der zuständigen Behörde bislang reibungslos. Man habe noch kein Bohrvorhaben abgelehnt, sagte der Chef des Bundesamts für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE), Wolfram König, der Deutschen Presse-Agentur. Aufgabe der Behörde ist es, Gebiete, die als Standort für die Endlagerung in Betracht kommen, vor Veränderungen etwa durch Bergbauprojekte zu schützen. Auf diese Weise soll verhindert werden, dass ihre Eignung als Endlagerstandort beeinträchtigt wird.

Seit Mitte August dürfen die Länder tiefe Bohrungen etwa für die Erdwärmenutzung, Brunnen oder den Bergbau nur noch genehmigen, wenn Königs Fachleute keine Gefahr für einen möglichen Endlager-Standort sehen. "Bisher ist kein einziger Fall eingetreten, in dem wir gesagt haben, nein, das Vorhaben muss von den Landesbehörden abgelehnt werden", sagte er. Deutschlands hoch radioaktiver Atommüll soll unterirdisch endgelagert werden. Bis 2031 will der Bund dafür einen geeigneten Ort finden - maximale Sicherheit für eine Million Jahre heißt das Ziel.