Aufruf für Öcalan und Kurdistan: 20.000 Kurden an Deutzer Werft erwartet

20.000 Kurden werden am Samstag auf der Deutzer Werft erwartet.

An der Deutzer Werft veranstaltet das demokratische Gesellschaftszentrum der Kurden in Deutschland (Nav-Dem e.V.) am Samstag, 16. September, erneut ein Internationales Kulturfestival. Ab 11 Uhr erwartet der Verein zu der Feier in Köln unter dem Motto „Freiheit für Öcalan, Status für Kurdistan, Demokratie für den Mittleren Osten“ rund 20.000 Besucher aus ganz Europa an der Siegburger Straße 66.

Dem Aufruf der Organisatoren zufolge soll die diesjährige, inzwischen 25. Auflage des Festivals „ein Ausdruck der farbenfrohen Kultur Mesopotamiens“ sein, aber auch die „Forderungen der kurdischen Gesellschaft nach demokratischen Grundrechten in ihrer Heimat Kurdistan, dem Mittleren Osten sowie in Deutschland“ transportieren.

Verkehrsbehinderungen erwartet

Die Polizei erwartet wie im vergangenen Jahr Verkehrsbehinderungen im Bereich Siegburger-, Mindener- und Opladener Straße, auch der  Schienenverkehr der KVB auf der Deutzer Brücke könnte sich vor allem bei An- und Abreise der Besucher ab 19 Uhr verzögern.

Während es am Veranstaltungsort friedlich blieb, war es 2016 am Rand der Kundgebung zu Auseinandersetzungen mit der Polizei gekommen. Flaschen und Steine flogen auf Beamte und es hatte Verletzte gegeben, als eine Gruppe junger Kurden aus der Versammlung heraus in Richtung Deutzer Bahnhof aufbrach und an der Mindener Straße Feuerwerkskörper auf den Stadtbahn-Gleisen zündete. Die einschreitenden Polizisten setzen Schlagstöcke und Pfefferspray ein.

Demonstrationsrecht gilt

Einem Behördensprecher zufolge finden derzeit noch sogenannte Kooperationsgespräche im Vorfeld der Veranstaltung statt. Unter anderem hätten sich die IG Deutz sowie mehrere direkte Anwohner darum bemüht, Lautstärke und Dauer des Festivals  zu verringern. „Grundsätzlich gilt für die Kundgebung aber das Demonstrationsrecht, sie findet statt  – die Frage ist, unter welchen Auflagen “, so der Sprecher.

Im vergangenen Jahr hatte es zahlreiche Beschwerden gegeben – Tenor war, Veranstaltungen dieser Größenordnung grundsätzlich nicht mehr an der Deutzer Werft stattfinden zu lassen.  (ihi)...Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta