Aufräum-Programm CCleaner wochenlang mit Malware infiziert

CCleaner mit Malware infiziert (Bild: Screenshot)

Das Programm CCleaner ist dafür gemacht, den Datenmüll auf Computern ausfindig zu machen und den Rechner davon zu befreien. Wie jetzt herauskam, hat das Programm mehrere Wochen genau das Gegenteil gemacht. Lesen Sie hier, ob Sie betroffen sind und was Sie dagegen machen können.

Mit der Malware infiziert haben sich Nutzer, die sich wischen dem 15. August und dem 12. September die 32-bit-Version des Exe-Datei von Version 5.33 heruntergeladen haben – auch, wenn sie das direkt von der Website des Herstellers Piriform oder  anderen seriösen Portalen getan haben. Betroffen sind insgesamt 2,27 Millionen Nutzer, wie der Antivirus-Entwickler Avast bekanntgab. Das Unternehmen hatte den Hersteller des Reinigungs-Tools erst vor wenigen Monaten übernommen.

Klar ist bislang nur, dass die Schadsoftware verschlüsselte Informationen wie den Namen des Computers, installierte Programme und Mac-Adressen der Netzwerkadapter an einen eigens eingerichteten Server schickt. Als zweiten Schritt könnten die Hacker Keylogger oder eine Erpresser-Software auf Ihren Rechner spielen – passiert ist das laut Avast bislang nicht.

Kostenlose Variante ist clean

Nicht betroffen von der Schadsoftware ist die 64-bit-Version. Und auch, wer die kostenlose Variante des CCleaners schon vorher installiert hatte, hat nichts zu befürchten. Die nämlich aktualisiert sich nicht selbstständig. Falls Sie nicht wissen, welche Version Sie verwenden, finden Sie es wie folgt heraus: Öffnen Sie den CCleaner und schauen sie oben links nach der Nummer, die unterhalb des Programmnamens steht.

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Sollten Sie die aktuelle Version 5.34 benutzen, schließt das nicht aus, dass sie im fraglichen Zeitraum die Version 5.33 benutzt haben. Denn wenn Sie sich für eine kostenpflichtige Variante entschieden haben, wird diese automatisch upgedatet. In diesem Fall sind Sie nur fein heraus, wenn Sie die 64-bit-Version verwenden.

Ist ihr Rechner betroffen, sollten Sie sich laut Avast so schnell wie möglich die aktuelle Version 5.34 herunterladen. Angeblich würde der schädliche Code dadurch vollständig entfernt. Der amerikanische IT-Konzern Cisco rät laut “Süddeutsche Zeitung” aber dazu, lieber ein Backup auf den Rechner einzuspielen, das vor dem 15. August und damit vor dem Erscheinen der Version 5.33 installiert wurde. Wer über kein Backup verfügt, sollte sein Windows neu aufsetzen.

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