Auf Ihrem Schreibtisch herrscht Chaos? Warum Sie das nicht ändern sollten!

Da geht noch mehr! Wer an einem chaotischen Schreibtisch sitzt, ist kreativer. (Bild: ddp)

Wenn es auf Ihrem Schreibtisch aussieht, als hätte der Blitz eingeschlagen, können Sie sich freuen. Denn damit reihen Sie sich ein in die illustre Reihe so wacher Geister wie Mark Twain, Thomas Edison, Albert Einstein oder Steve Jobs.

Effizienz-Forscher waren sich bisher einig: Wer gut und schnell arbeiten will, braucht dafür Ordnung und Platz. Alles Quatsch, haben Forscher der University of Minnesota jetzt herausgefunden. In einer Studie testeten sie Studenten, die mal an aufgeräumten und mal an unaufgeräumten Arbeitsplätzen platziert wurden. Ihre Aufgabe war es, neue Ideen zu bestimmten Themengebieten zu liefern.

Lesen Sie auch: Warum Karrierefrauen Probleme haben, sich zu verlieben

Das Ergebnis: Die Teilnehmer in den unordentlichen Räumen hatten genauso viele Ideen vorzuweisen, wie die in den aufgeräumten. Ihre Ideen wurden aber von unabhängigen Sachverständigen als interessanter und kreativer bewertet.

Ordnung ist zeitraubend und nebensächlich

Genies haben schlicht besseres zu tun, als sich mit Ablagesystemen herumzuschlagen, seien sie elektronisch oder nicht. Die Historie jedenfalls ist auf der Seite der Unordentlichen, denn die wirklich hellen Köpfe wurden schon immer an ziemlich überladenen Schreibtischen abgebildet.

Lesen Sie auch: Arm oder reich? Ein Blick ins Gesicht verrät es

Der Schriftsteller Mark Twain zum Beispiel ließ sich immer an seinem Messie-Schreibtisch fotografieren – die Zeit, die er sonst mit Aufräumen verschwendet hätte, nutzte er lieber anders. Albert Einstein brachte den übertriebenen Ordnungswahn auf den Punkt, indem er fragte: „Wenn ein unordentlicher Schreibtisch ein Zeichen für einen ungeordneten Geist ist, wovon zeugt dann ein leerer Schreibtisch?“ Die Erfinder Thomas Edison und Steve Jobs hätten dem sicher zugestimmt, denn auch sie waren Verfechter eines „kreativen Arbeitsplatzes“. Genies sind einfach besser in der Lage, Prioritäten zu setzen und keine Zeit zu vergeuden. Aber egal, wie genial oder nicht genial man ist: Eine bessere Ausrede kann es nicht geben!

Sehen Sie auch: Warum Steve Jobs immer den selben Pulli trug