Auf dem Weg zur COP25: Greta Thunberg ist in Lissabon angekommen

Greta Thunberg ist ihrem großen Ziel näher gekommen: Am Dienstag legte die schwedische Klimaaktivistin mit einem Segelschiff in Lissabon nach ihrer Atlantiküberfahrt an. Damit kann Thunberg ihren selbst gesteckten Zeitplan ziemlich sicher erfüllen: Die 16-jährige ist auf dem Weg zur COP25 in Madrid, die eigentlich in Chile hätte stattfinden sollen.

Sie hatte zusammen mit ihrem Vater und einer Familie den Atlantik überquert, nachdem sie mehrere Wochen den nordamerikanischen Kontinent auf dem Landweg bereist hatte. In Lissabon traf sie auf Bürgermeister Fernando Medina, bevor sie mit dem Zug nach Madrid zur Klimakonferenz weiterreist. Dort plant sie zunächst am Freitag an der geplanten Großdemo im Zuge der COP25 teilzunehmen.

Greta Thunberg hatte den atlantischen Ozean in 20 Tagen überquert. Ein australisches Paar hatte die Schwedin auf ihrem Katamaran mitgenommen und entsprach Thunbergs Wunsch nach einer klimaneutralen Rückfahrt nach Europa.

Am Dienstagmorgen hatte die Klimaaktivistin bereits ihre nahende Ankunft auf Twitter angekündigt:

Die junge Klimaaktivistin, die ein Jahr mit der Schule pausiert, hatte Ende September beim Klimagipfel vor den Vereinten Nationen in New York gesprochen. Im Anschluss hatte Thunberg eine Reihe von Aktivisten in mehreren US-Bundesstaaten getroffen. Aufgrund der angespannten politischen Lage in Chile, war die UN-Klimakonferenz von Chile nach Madrid verlegt worden. Thunberg hatte daraufhin auch ihre Reiseroute ändern müssen, um pünktlich zur COP25 in Madrid anzukommen. Aus Rücksicht auf die Umwelt verzichtet die Schwedin auf das Flugzeug. Zuletzt war jedoch Kritik laut geworden, dass auch die Reise über den Atlantik nicht ganz klimaneutral gewesen sei. So soll es etwa auf dem Segelschiff „La Vagabonde“ einen Dieselgenerator geben, der das Boot mit Strom für Licht und weitere elektrische Geräte versorgt.