Audi-Pilot Loic Duval zuversichtlich: In jedem Rennen sind Punkte drin!

Julia Spacek
Loic Duval ist mit Leistung im zweiten DTM-Jahr zufrieden und optimistisch, dass er in jedem Rennen Punkte sammeln kann - Qualfiying-Leistung noch verbessern

Vor genau einem Jahr war Loic Duvals Meisterschaftskonto noch leer. In der ersten Hälfte DTM-Saison 2018 fuhr der Audi-Pilot bereits vier Mal in die Punkteränge - und das trotz des schwachen Starts von Audi. Doch der sympathische Franzose ist mit seiner Leistung im zweiten Jahr in der deutschen Tourenwagenserie zufrieden, wie er gegenüber 'Motorsport.com' erklärt: "Was meine persönliche Leistung angeht, muss ich sagen, dass ich näher an den anderen Audi-Fahrern dran bin und mit ihnen mithalten kann."

"Das war im vergangen Jahr nicht der Fall. Meine Leistung ist viel besser!", sagt der Le-Mans-Sieger von 2013 stolz. In Zandvoort 2017 stand Duval zum ersten Mal auf dem DTM-Podium. Dies gelang ihm in der laufenden Saison noch nicht. Doch viel wichtiger ist für ihn, konstant eine gute Leistung abzuliefern und Spaß zu haben, als nur einmal einen Glanzpunkt zu setzen. "Ich habe mehr Spaß im Auto, weil ich sehe, dass ich nicht eine halbe Sekunde langsamer bin, als die anderen. Das ist das Positive", sagt der 36-Jährige.

Duval mit sich selbst zufrieden

"Ich bin sehr glücklich über meine Performance, wenn ich mir anschaue, wo ich im vergangenen Jahr lag. Jetzt fehlt mir nur ein Zehntel auf die anderen." Auf die Frage, warum er 2018 mit seinen Audi-Kollegen besser mithalten kann, antwortet er: "Warum das so ist, weiß ich nicht." Zwar hätte er im Winter kleine Änderungen in der Vorbereitung auf die Rennwochenenden vorgenommen, doch diese seien nicht so groß gewesen, dass sie erwähnenswert wären. "Aber egal, es scheint trotzdem zu funktionieren", meint er.

Das zweite DTM-Jahr begann für Duval aussichtsreich: Mit den Plätzen zehn und fünf beim Saisonauftakt in Hockenheim fuhr der Audi-Mann gleich zwei Mal in die Punkte. Doch durch die Performance-Nachteile der Ingolstädter war der Kampf gegen die Konkurrenz meist aussichtslos. "Vor allem im Qualifying hatten wir nicht die Pace, um gegen Mercedes und BMW zu kämpfen. Es gab einige Höhen und Tiefen in Sachen Performance", so der zweifache Familienvater.

Der erste Audi-Saisonsieg in Zandvoort durch Rene Rast ist ein kleiner Lichtblick für die zweite Saisonhälfte. Duval hofft, dass die Audianer "die Performance beibehalten und optimieren" können, um den Rückstand auf die Gegner zu verkürzen. "Ich glaube, dass wir an jedem Rennwochenende in die Punkte fahren können. Einen Podiumsplatz zu holen wird schwierig. Aber die Plätze sechs bis zehn sind realistisch", bleibt der Phoenix-Fahrer optimistisch.

Knackpunkt ist seiner Meinung nach das Abschneiden im Zeittraining: "Audi ist relativ gut in den Rennen, aber an der Qualifying-Performance müssen wir noch arbeiten. Das ist unser Schwachpunkt. Mit der richtigen Strategie im Rennen bin ich sicher, dass wir jedes Mal in die Punkte fahren können."