Wird Ekström Ersatzfahrer in der DTM?

Wer wird Ersatzfahrer bei Audi und BMW?


Der Mountainbike-Unfall von Daniel Juncadella, der ein angebrochenes Schlüsselbein zur Folge hatte, zeigt: Auch außerhalb des Renncockpits können sich die Piloten verletzen und möglicherweise für ein DTM-Rennen nicht zur Verfügung stehen. Dann greifen die Hersteller meist auf ihre Ersatzfahrer zurück. Bislang hat nur Mercedes einen offiziellen Reservemann benannt: Christian Vietoris ist an allen zehn Rennwochenenden vor Ort und springt ein, wenn sich einer der Stammpiloten der Stuttgarter verletzen oder krank werden sollte.

Audi und BMW haben bisher noch keinen Ersatz benannt. "Wir werden immer jemanden dabei haben, damit wir solche Situationen abfangen können. Das hatten wir in der Vergangenheit auch immer", erklärt BMW-Motorsportchef Jens Marquardt im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'. Sich auf eine Notfallsituation vorbereiten wollen sich die Münchner noch nicht. Man sei aber für den Fall der Fälle gerüstet.

Auch bei den Ingolstädtern hat man sich mit dem Thema Ersatzpilot noch keine großen Gedanken gemacht. Aber gerade die Audianer wissen aus dem Vorjahr, wie schnell es gehen kann und der Einsatz eines Stammfahrers steht auf der Kippe. Mike Rockenfellers Start in Moskau war nach seinem Mittelfußbruch durch den Crash am Norisring lange unklar. Um auf Nummer sicherzugehen schickte Audi den Niederländer Nyck de Vries nach Russland, um "Rocky" dort zu ersetzen. Doch zum Einsatz kam der Formel-2-Pilot nicht, denn Rockenfeller konnte starten.

De Vries bleibt ein Kandidat für den Reservefahrer-Posten. "Nyck ist sicherlich jemand, wenn sich etwas abzeichnet, wie bei Juncadella, auf den wir zugehen könnten, ob es in seinen Zeitplan passt", erklärt Audi-Motorsportchef Dieter Gass gegenüber 'Motorsport-Total.com'.

Auf die Frage, ob Mattias Ekström ein Kurz-Comeback in der DTM geben könnte, wenn bei den Ingolstädtern Not am Mann ist, antwortet Gass: "Da stellt sich mehr die Frage, ob man ihn davon überzeugen kann. Aber von der Theorie her, sicherlich. Man könnte sagen, dass sich das ein bisschen aufdrängt."

Beim Test in Hockenheim schnupperte BMW-Junior Ricky Collard DTM-Luft. Mit Tom Blomqvist, Antonio Felix da Costa und Martin Tomczyk haben die Münchner drei ehemalige DTM-Piloten im Kader, die im Ernstfall aktiviert werden könnten. Die Hersteller hoffen, dass die 18 Stammfahrer in der DTM gesund bleiben und sie nicht auf die Suche nach Ersatzpiloten gehen müssen.

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