„Außer Kontrolle“: In China braut sich eine gigantische Finanzkrise zusammen, die deutsche Jobs gefährden könnte

Christoph Damm
Shanghai skyline

Die Finanzkrise 2007, die später in eine globale Wirtschaftskrise mündete, haben alle noch im Kopf, auch weil wir die Auswirkungen bis heute spüren: Banken können keine Zinsen auf das Ersparte geben, Kredite sind weiterhin günstig und Immobilien stark nachgefragt. Doch was häufig vergessen wird, ist der Auslöser, der ganz am Anfang dieser massiven Krise stand.

Begonnen hat das Desaster nämlich am US-Immobilienmarkt. Immer mehr Kredite konnten von den Hausbesitzern nicht mehr getilgt werden, diese faulen Kredite haben die Banken allerdings in ihren Bilanzen geschönt — eben bis es zum großen Knall kam. Die Banken gerieten in Schieflage und sind wie Lehman Brothers sogar Pleite gegangen.

Jetzt gibt es in China immer mehr Parallelen zu der Zeit vor dem Ausbruch der Krise vor zehn Jahren. Immer mehr Immobilienkredite werden vergeben, Banken sind bei den Risiken nicht transparent und der Staat zögert mit entsprechenden Maßnahmen zur Regulierung. Darum warnt das „Handelsblatt“ davor, dass der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt ein Immobiliencrash eben wie in den USA bevorstehen könnte.

Chinesische Immobilienkredite wachsen um 24 Prozent

Mit Sorge beobachten die Experten die Schuldenentwicklung Chinas. Nach Daten des Blattes sind chinesische Immobilienkredite im Jahresvergleich um mehr als 24 Prozent auf umgerechnet rund vier Billionen Euro gestiegen. Gleichzeitig seien die Hauspreise um mehr als 18 Prozent geklettert. Wegen des rasanten Preiswachstums kaufen immer mehr Chinesen, die es sich leisten können, jetzt eine Immobilie, aus Angst, dass die Preise bald zu hoch sein könnten — und schüren damit die Preisspirale weiter an.

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