Außenminister Gabriel verurteilt Anschlag in Barcelona scharf

Außenminister Gabriel (SPD) sagte bei einem Besuch in Barcelona, es werde keine Reisewarnung für Spanien geben. "Es gibt keine absolute Sicherheit gegenüber Mördern", sagte Gabriel

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) hat den Doppelanschlag in Spanien mit mindestens 14 Todesopfern scharf verurteilt. "Wir wissen, dass die Terroristen versuchen, Angst und Schrecken in den Demokratien zu verbreiten", sagte Gabriel am Samstag bei einem Solidaritätsbesuch in Barcelona. Nach seinen Angaben wird es trotz der Attentate keine Reisewarnungen für Spanien geben.

"Es gibt keine absolute Sicherheit gegenüber feigen Mördern", sagte der Außenminister. "Spanien geht es so wie Deutschland; Deutschland gilt auch als sicheres Land und trotzdem hatten wir im letzten Jahr am Weihnachtsmark dieses fürchterliche Attentat." Zuvor hatte er auf der Flaniermeile Las Ramblas ein Blumengebinde niedergelegt.

Bei den beiden Anschlägen auf der Flaniermeile in Barcelona am Donnerstag und im rund hundert Kilometer südlicher gelegenen Cambrils in der Nacht zum Freitag waren insgesamt 14 Menschen getötet worden. Mehr als 120 weitere wurden verletzt, darunter mindestens 13 Deutsche. Gabriel sagte am Freitag, einige von ihnen hätten das Krankenhaus bereits verlassen, andere schwebten noch in Lebensgefahr.

Zu der Attacke in Barcelona bekannte sich die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS).